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Full text: 44: System Nordsee - Zustand 2005 im Kontext langzeitlicher Entwicklungen

4 Meereschemie 
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System Nordsee 
angegeben. Die Spannweiten der Sedimentkonzentrationen wurden aus der < 20 ¡im 
Korngrößenfraktion tiefer gelegener Schichten aus Sedimentkernen abgeleitet. Die 
auch für Sediment vorhandenen OSPAR-Hintergrundwerte wurden nicht herangezo 
gen, da diese sowohl aus feinen Sedimenten, als auch der Feinkornfraktion abgeleitet 
(vgl. Abschnitt 4.4.4.1, S. 225) und darüber hinaus auf die Aluminiumkonzentration nor 
miert wurden. Aluminium wurde jedoch im BSH-Monitoring nicht immer mitbestimmt, 
so dass eine Umrechnung auf die von OSPAR verwendete Normierung nicht für alle 
vom BSH erhobenen Sedimentkonzentrationsdaten möglich ist. 
Element 
Water [ng/L] 
OSPAR (brc) 
Sediment [ mg/kg DW ] 
BSH 
Cd 
8-25 
0.08 - 0.24 
Cu 
50-90 
16-29 
Pb 
10-20 
12-38 
Hg 
0.2 - 0.5 
0.02 - 0.04 
Zn 
250-450 
81-103 
Tab. 4-5: Hintergrundkonzentrationen der Elemente Cadmium, Kupfer, Blei, Quecksilber und 
Zink in der gelösten Fraktion (Wasser) und im Sediment (<20 /um). Wasser: OSPAR Region 
>Greater North Sea<. Sediment: BSH-Sedimentkernuntersuchungen in der Deutschen 
Bucht. 
Table 4-5: Background concentrations of cadmium, copper, lead, mercury and zinc in the dis 
solved fraction (water) and in sediment (< 20 /urn). Water: OSPAR region >Greater North 
Sea<, sediment: BSH sediment core samples from the German Bight. 
4.4.3 Metallgehalte des Meerwassers 
4.4.3.1 Quellen, Senken und Prozesse 
Große Flüsse wie Elbe, Weser, Ems, Rhein, Schelde, Themse und Humber tragen in 
beträchtlichem Umfang partikelgebundene und gelöste Metalle ins Küstenwasser der 
Nordsee ein. Austauschprozesse zwischen Wasserkörper, Sediment (Sedimentation, 
Resuspension) und Atmosphäre (Deposition, Verdampfung), aber auch chemische 
und biologische Umwandlungsprozesse sind hier, im Mischbereich von Meer- und 
Flusswasser, von erheblicher Intensität und beeinflussen das Gleichgewicht zwischen 
gelösten und partikelgebundenen Spurenstoffen entsprechend stark. Viele Elemente 
werden in den Flussästuaren effektiv zurückgehalten, manche beim Übergang ins 
Meer nahezu ausschließlich verdünnt, andere durch Desorption und Remineralisie- 
rung in der gelösten Phase angereichert. Der Meeresboden stellt die wichtigste Senke 
für Spurenmetalle im marinen Ökosystem dar (s. Abschnitt4.4.4, S. 225). 
Mit der allgemeinen zyklonalen Nordseezirkulation (s. Abb. 3-1, S. 82) mischen sich in 
der Deutschen Bucht Schadstofffrachten weiter westlich mündender Flusssysteme ein 
und bilden ein komplexes Stoffgemenge, in dem sich die Herkunft einzelner Stoffe nur 
schwer oder gar nicht zurückverfolgen lässt. Das Küstenwasser der Deutschen Bucht 
ist insbesondere durch die Metallfracht der Elbe beeinträchtigt, die sich gewöhnlich 
nord- und seewärts entlang der nordfriesischen Küste ausbreitet und verdünnt. 
Neben Flussfrachten sind atmosphärische Einträge für einige Elemente von großer 
Bedeutung. Die Stärke des Eintragssignals nimmt ebenfalls mit zunehmender Entfer
	        
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