4 Meereschemie
200
System Nordsee
Aufgrund der hohen Variabilität waren bisher keine zeitlichen Tendenzen in den Kon
zentrationsverteilungen der Aliphaten erkennbar. Das Überwachungsprogramm des
BSH sieht gegenwärtig keine Bestimmung von Aliphatenkonzentrationen im Sediment
vor, so dass zur Sedimentbelastung durch Ölreste keine Aussagen möglich sind.
4°E 6°E 8°E 10°E
Abb. 4-32: Geographische Konzentrationsverteilung für C 17 im Oberflächenwasser (5 m) der
Deutschen Buchtim Mai/Juni sowie August / September 2005.
Fig. 4-32: Geographica! distribution of C 17 concentrations for near-surface sea water (5 m) of
theGerman Bightin May / June and August / September 2005
4.3.4.3 Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
Die PAK sind einander zwar strukturell ähnlich, unterscheiden sich jedoch in ihren phy
sikalischen, chemischen und toxikologischen Eigenschaften erheblich. Einige lassen
sich als ideale Modellverbindungen zur Verfolgung ökologischer Prozesse nutzen. Un
ter den PAK finden sich sowohl relativ flüchtige Vertreter wie Naphthalin, als auch
schwerflüchtige Homologe. Ebenso gibt es relativ gut wasserlösliche, aber auch sehr
lipophile Verbindungen in dieser Schadstoffklasse (log Kqw Bereich von 3.3 - 8, s. Fuß
note,S. 179). Unterschiedliche Konzentrationsverteilungen sind in der Verschiedenheit
physikalisch-chemischer Eigenschaften und Eintragspfade begründet.
a) PAK-Gehalte des Meerwassers
Eine Dokumentation der Konzentrationsverteilungen und Verhaltensweisen aller vom
BSH überwachten PAK würde den Rahmen des Berichts sprengen. Deshalb wurden
Cluster- und Regressionsanalysen durchgeführt, die Aufschluss über ähnliches und
eigenständiges Verhalten gaben, und so eine sinnvolle Auswahl von PAK-Verbindun-
gen erleichterten (Loewe et al. 2005). Die nachfolgende Untersuchung beschränkt