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Full text: 44: System Nordsee - Zustand 2005 im Kontext langzeitlicher Entwicklungen

4.3 Organische Stoffe 
System Nordsee 
185 
Die unterschiedlichen Quellen, Quellstärken und Verteilungen der HCH-Isomere wer 
den vor nachfolgendem Hintergrund verständlich. Bis ca. 1975 wurde in Europa tech 
nisches HCH produziert, das zusätzlich zum insektizid wirksamen y-HCH auch a- und 
ß-HCH als Nebenprodukte des Herstellungsverfahrens enthielt. Seither wird nur noch 
reines y-HCH angewendet, so dass die Einträge der beiden anderen Isomere haupt 
sächlich von spezifischen Altlasten herrühren, die z. B. im Mittellauf der Elbe (Saale, 
Mulde) noch vorhanden sind. 
Die vorstehende Diskussion macht deutlich, dass lineare Korrelationen und Beziehun 
gen zwischen relativ konservativen Stoffen und dem Salzgehalt oft nur in engen räum 
lichen Grenzen gültig sind. Daraus erwachsen jedoch Möglichkeiten zur Identifizie 
rung lokaler oder regionaler Quellen und/oder Quellstärken für verschiedene Schad 
stoffe. In diesem Sinne erwiesen sich regionalisierte Regressionsanalysen auch im 
Rahmen der Interpretation der Konzentrationsverteilungen polarer Pestizide als hilf 
reich {Abschnitt43.5.2,5.209). 
4.3.2.2 Zeitliche Entwicklung der Meerwasserbelastung 
Für die HCH-Isomere liegen verlässliche Messwerte seit 1975 vor, so dass die lang 
fristige Entwicklung der Konzentrationen gut dokumentiert ist und belastbare Trend 
aussagen möglich sind. Konzentrationszeitserien für a- und y-HCH an der Station 
>Elbe 1< sind stellvertretend für die Verhältnisse in der inneren Deutschen Bucht in 
Abb. 4-22 dargestellt. 
87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 
Abb. 4-22: Zeitliche Entwicklung der a-und y-HCH-Konzentrationen an Station Elbe 1 (ex T41) 
seit 1987. Kreise enthalten den Beobachtungsmonat (1,2,3,..., O, N, D). 
Fig. 4-22: Temporal evolution since 1987 of a-and y-HCH concentrations at Station Elbe 1 (ex 
T41). Figures inside bullets give month of Observation (1,2,3,..., O, N, D). 
Seit 1986 war für a-HCH trotz hoher Schwankungen zunächst ein deutlicher Rück 
gang der Konzentration zu beobachten. Dieser Abwärtstrend hat sich jedoch seit 1999 
verlangsamt bzw. ist in den letzten Jahren aufgrund erheblicher Konzentrations-
	        
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