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Full text: 44: System Nordsee - Zustand 2005 im Kontext langzeitlicher Entwicklungen

4 Meereschemie 
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System Nordsee 
HCH in die Deutsche Bucht identifiziert. Ferner zeigt der quasi-horizontale Verlauf der 
Regressionsgeraden für das Stratum Nordseewasser (blaue Kreise, S > 32), dass ß- 
HCH hier annähernd gleichverteilt und praktisch unabhängig vom Salzgehalt ist. Dies 
bedeutet, dass signifikante Quellen (wie sie potentiell z. B. der Rhein darstellt) für die 
ses Isomer in der südlichen Nordsee fehlen und dieser Wasserkörper somit lediglich 
einer relativ einheitlichen Grundbelastung unterliegt. 
Aufgrund des gleichartigen Regimecharakters der Konzentrationsverteilung (Abb. 4-19, 
S. 181) ergeben sich für das a-HCH ganz ähnliche Resultate und Abhängigkeiten wie 
für das ß-HCH. Die Elbe stellt somit für beide Isomere eine starke und charakteristi 
sche Quelle dar. Der Rhein, als zweite wichtige Süßwasserquelle, ist hingegen für den 
Eintrag dieser Isomere praktisch bedeutungslos. Letzteres gilt für das y-HCH nicht. 
Die strukturelle Ähnlichkeit zwischen der geographischen y-HCH-Verteilung (Abb. 4-19, 
S. 181) und der Salzgehaltsverteilung (Abb. 4-21, Inset), die insbesondere in einem ähn 
lich gleichförmigen Abstand der Linien gleicher Konzentration (Gradient) zum Aus 
druck kommt, ist nämlich nicht auf den Bereich der Elbfahne beschränkt, sondern er 
streckt sich über das gesamte Untersuchungsgebiet. Diese durchgängige Ähnlichkeit 
im Verteilungsmuster spiegelt sich in einer wassermassenübergreifenden, für die ge 
samte Deutsche Bucht gültigen, starken linearen Beziehung zwischen y-HCH und 
Salzgehalt (Abb. 4-21). Wie Abb. 4-19,5.181 und insbesondere auch Abb. 4-20,5.182 zu 
entnehmen ist, ergibt sich diese Besonderheit aus dem Umstand, dass das von Wes 
ten heranströmende Nordseewasser mit y-HCH aus Rhein und Schelde im Mai 2005 
ähnlich hoch belastet war wie das Wasser der äußeren Elbfahne. 
Abb. 4-21: HCH-Konzentration vs. Salzgehalt im Oberflächenwasser der Deutschen Bucht im 
Mai 2005. Steigung der Regressionsgraden mit 95 % Konfidenzintervall. 
Fig. 4-21: HCH-concentration vs. salinity in near-surface sea water of the German Bight in May 
2005. Slope of regression lines with 95 % confidence interval.
	        
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