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Full text: 44: System Nordsee - Zustand 2005 im Kontext langzeitlicher Entwicklungen

4 Meereschemie 
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System Nordsee 
25 m Tiefe, wie der Vertikalschnitt entlang 56 °N exemplarisch illustriert (Abb.4-17, 
S. 174). Eine nennenswerte Produktion von Phytoplanktonbiomasse war hier nicht 
mehr möglich. Die Primärproduktion hatte sich darum in den Grenzbereich zwischen 
Deck- und Bodenschicht verlagert, in dem u. a. durch Diffusion von Nährstoffen aus 
der Bodenschicht noch günstige Bedingungen herrschten (Abb.4-17, S. 174). Da die 
Sichttiefe in diesen Bereichen etwa 13 m betrug, reichte die euphotische Zone (1 % 
der Oberflächenlichtstärke) bis in 30 m Tiefe und damit teilweise über die Sprungs 
chicht hinaus. Relativ hohe bodennahe Konzentrationen von > 0.5 pig/L in zentralen 
Bereichen der Nordsee (Abb.4-13) kamen durch die dort bis ca. 35 m Wassertiefe 
mögliche Primärproduktion und vertikale Vermischung unterhalb der Sprungschicht 
zustande. 
4.2.4.3 Sauerstoff 
Alle im Untersuchungsgebiet gemessenen Sauerstoffsättungen sind nach den derzeit 
gültigen OSPAR-Kriterien noch als mindestens befriedigend einzustufen (Schwellen 
wert: 6 mg/L). Eine Verallgemeinerung dieses günstigen Befundes für die gesamte 
Sommersaison lässt sich aufgrund des Stichprobencharakters einer einzelnen Über 
wachungsreise allerdings nicht hinreichend substantiieren. 
Abb. 4-14: Sauerstoffsättigung (%) im Oberflächen-und Boden wasser der Nordsee im Sommer 
2005. 
Fig. 4-14: Oxygen saturation (%) in near-surface and -bottom water of the North Sea in summer 
2005. 
Die niedrigsten Konzentrationen traten abermals in der östlichen Nordsee auf 
(Abb. 4-14). Infolge des Abbaus der ständig aus der Produktion in der Deckschicht se- 
dimentierenden Biomasse lag die Sauerstoffsättigung hier im Bodenwasser unter 
80 % (ca. 7.5 mg/L), in der Umgebung der kleinen Fischerbank unter 70 % (ca. 
6.5 mg/L). Vermutlich ist die gezeitenbedingte Vermischung hier derart gering, dass 
sich die lokale Zehrung stärker auswirkt. 
Eine Sauerstoffsättigung von 84 % (ca. 8 mg/L) wird im Bodenwasser als unterer 
Grenzwert einer guten Sauerstoffversorgung angesehen. Bei Gehalten unter 6 mg/L
	        
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