4.2 Nährstoffe
System Nordsee
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sich für beide Wassermassen ein Anstieg der Summenkonzentration der anorganischen
Stickstoffverbundungen, die im Frühjahr ihr Maximum erreicht und erst mit Einsetzen
der ersten Planktonblüte abfällt. Auch die Silikatgehalte nahmen aufgrund verstärkter
Remineralisierung in den Wintermonaten zu.
4°E 6°E 8°E
Abb. 4-6: Salzgehaltsverteilung im Oberflächenwasser der Deutschen Bucht im Winter 2005.
Lokale Salzgehalte (rot) sind ohne Dezimalpunkt vor der letzten Ziffer angegeben.
Fig. 4-6: Salinity distribution in near-surface sea water of the German Bight in winter 2005. For
clarity, decimals in local salinities (red) are omitted.
2004/5
Time
S 30
S33
Correlation
Phosphate
Nov
Jan/Feb
1.31 ±0.23
0.97 ± 0.24
0.74 ± 0.22
0.67 ± 0.23
-0.87
-0.71
N0 3 + N0 2
Nov
Jan/Feb
26.6 ± 4.7
38.9 ± 2.8
11.6 ±4.6
18.6 ±2.8
-0.91
-0.99
Silicate
Nov
Jan/Feb
20.7 ± 4.8
26.9 ± 3.6
8.6 ± 4.6
12.4 ±3.5
-0.87
-0.96
Tab. 4-2: Geschätzte Nährstoffkonzentrationen mit 95%-Vertrauensbereich (jumoi/L) für Küstenwasser
(S 30 ) und Meerwasser der eigentlichen Deutschen Bucht (S 33 ).
Table 4-2: Estimated nutrient concentrations with 95% prediction limits (/jmol/L) for Coastal
water (S 30 ) and sea water ofthe German Bight proper (S 33 ).
Demgegenüber traten insbesondere im küstennahen Bereich maximale Phosphatgehalte
bereits im Spätherbst 2004 auf. Dieses Phänomen wurde schon in den 1950er
Jahren vor der niederländischen Küste und dann auch im ost- und nordfriesischen
Wattenmeer beobachtet und ist durch folgende Prozesse erklärbar. Abgestorbenes biologisches
Material sinkt während der Wachstumsphase auf den Meeresgrund und
wird dort unter Sauerstoffverbrauch bakteriell zersetzt. Aus dem organisch gebundenen
Phosphor entsteht unlösliches Eisen(lll)-Phosphat, welches sich auf dem Meeresboden
ablagert. Die Zersetzung von Biomasse schreitet dann unter anaeroben Bedingungen
weiter voran, wobei Methan und toxische Stoffwechsel Produkte wie Schwe-