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Volltext : Jahresbericht 1874

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Ausser  dieser  absoluten  Vergleichung  der  gerechneten  und  wirklichen
Reisedauer  unserer  Schiffe  wurde  noch  eine  relative  Controle  über  ihre
Fahrten  geführt,  indem  wir  überall,  wo  die  Gelegenheit  sich  bot,  die
Reisedauer  derjenigen  Schiffe  überwachten,  welche,  ohne  von  mir  mit
Segelanweisungen  versehen  zu  sein,  zu  gleicher  Zeit  mit  unseren  Schiffen
nach  dem  gleichen  Platze  versegelten,  und  nun  ennittelt  wurde,  welches
Schiff  die  schnellere  Reise  gehabt  habe,  üeberall  war  dabei  die  eine
Rücksicht  in  vorderster  Stelle  massgebend,  dass  die  Führung  des  Schiffes
durchweg  das  wesentlichste  Moment  für  die  Schnelligkeit  der  Reise  abgiebt.
  Ist  das  auch  nicht  ausnahmslos  zutreffend,  so  ist  der  Grundsatz
doch  ein  erfahrungsmässig  begründeter.
Die  nachfolgenden  Zusammenstellungen  aus  allen  7  Jahren  meiner
Thätigkeit  beruhen  auf  einer  mühsamen  Durcharbeitung  unserer  Schiffslisten ­
  mit  ihren  Tausenden  von  Schiffen,  aber  es  war  mir  selber  darum  zu
thun,  in  diesen  getreuen  Spiegel  zu  blicken,  um  aus  der  hinter  mir  liegenden ­
  Vergangenheit  die  Directivm  für  die  Richtung  der  zukünftigen  Thätigkeit ­
  zu  erhalten.
6.  Alles  in  Allem  enthalten  die  in  den  6,  in  früheren  Jahresberichten
abgedruckten,  in  den  unter  3  u.  4  hier  unten  mitgetheilteu  Nachträgen,  und
in  dem  Register  für  1874  der  für  die  Seewarte  beschäftigten  Fahrzeuge
973  Reisen,  welche  wirklich  69215  Tage  dauerten,  während  dieselben  von
mir  zu  64847  Tagen  veranschlagt  waren.
Im  Durchschnitt  war  also  jede  Reisedauer  um  4.5  Tage  zu  gering ­
  veranschlagt.
Unter  diesen  Reisen  waren  55  Treffer,  d.  h.  die  wirkliche  und  die
gerechnete  Reisedauer  trafen  bei  der  18.  Reise  durchschnittlich  zusammen.
Ferner  enthalten  dieselben  Schiffslisten
629  Reisen  von  48073  Tagen  Dauer,
denen  ebensoviele  von  total  51867  Tagen  Dauer,  also  um  3794  Tage  mehr
gegenüber  stehen,  welche  von  anderen  Schiffen  unter  übrigens  gleichen
Umständen,  d.  h.  zu  gleicher  Zeit  nach  demselben  Ort  unternommen
wurden,  ohne  dass  sie  dieselben  Segelanweisungen  an  Bord  führten.
Es  haben  also  unsere  Schiffe  im  Mittel  per  Reise  6.0  Tage  gewonnen
gegen  ihre  Mitsegler.
Würde  jnan  die  Tonnenzahl  der  Schiffe  mit  in  Betracht  ziehen,  und
nach  einem  massigen  Satze  per  Last  und  per  Tag  die  so  ersparten  Unkosten
berechnen,  so  würde  das  eine  ansehnliche  Summe  ergeben.  Im  Jahre  1872,
2

b)  relative.

Durch  Bchnittlicbe
  Fehler
der  Segelanweisungen
  im
Allgemeinen.

Gewinn
gegen  Miteegler.

            
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