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Full text: Jahresbericht 1874

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Zur Erklärung dieser vielfach gewiss räthselhaften Unterschiede 
in der letzten Spalte mögen folgende Bemerkungen dienen. 
Dass die Reisen nach und vom West - Pacific fast durchweg am 
sichersten verrechnet sind, rührt wohl hauptsächlich daher, dass die 
Fahrten im Allgemeinen meist Passat- und sichere Antipassat-Fahrten sind, 
dann aber nicht zum Mindesten auch daher, dass in dieser Fahrt fast nur 
die Schiffe einer und derselben Rhederei auftreten, deren einzelne Lei 
stungen, sowohl was Führer als Schiffe anhelangt, immer bekannter wurden. 
Es darf auffallen, dass Reisen nach dem Süd-Atlantic so bedeu 
tend grössere Unterschiede zwischen Wirklichkeit und Rechnung zeigen, als 
die Reisen im Nord-Atlantic. Aber es hat in sehr vielen Fällen nicht durch 
gesetzt werden können, dass die Führer den entschiedenen Rathschlägen 
der Seewarte betreffs des Verhaltens vor dem Eintritt in den NO-Passat, 
und nachher zwischen 14° N und der Linie das volle Vertrauen schenkten. 
Wenn z. B. gerathen wird, entweder die letzten Reste des Guinea-Monsuns 
südlich 10° N dreist zu benutzen, und sich nicht zu scheuen, von 10°N 
und 24° W auf SO-Kurs weiterzugehen, bis mau mehr Breite auf Back 
bordhals gutmachen kann, oder aber zwischen 28° und 29 () W herunterzu 
stehen, um den Guinea-Monsun und die vorgelagerten Stillten gänzlich 
zu misslaufen, so bin ich eben fest überzeugt gewesen, dass der Mittel 
weg, zwischen jenen beiden Kursen, entschieden misslich sein würde. Ich 
wundere mich deshalb nicht, wenn Schiffe auf letzterem Woge 5—6 Tage 
verlieren. 
Dass man den Schaden auf dem folgenden Theile des Weges wieder 
einholen kann, sieht man an dem kleinerem Fehler im Voranschläge nach dem 
Indischen Ocean, und den übrigen Oceanen. Die grosse Differenz auf den 
Rückreisen aus dem Indischen Ocean rührt her von der ünberechenbarkeit 
der Reisschiffe, namentlich in Betreff des Datums ihrer Rückreise, ob sie 
nämlich noch im NO Monsun ihre Rückreise auf bequemere Art antreten 
können, oder aber gegen den SW-Monsun den langen Weg bis zur Linie 
und weiter durcharbeiten müssen, bis sie in 10° S den SO-Passat antreffen. 
Nach und von den Häfen nördlich der Sunda-, Lombock-, Äilas- 
etc. Strassen folgte ich den holländischen Segelanweisungen: mit welchem 
Erfolge, ist ohne weiteres verständlich; für die Rückreisen lagen gedruckte 
Segelanweisungen vor, daher die wenigen Schiffe. 
Recht gleichmässig haben sich schliesslich auch die Fahrten nach 
und von dem Ost-Pacific oder kurz gesagt der Westküste gestaltet, freilich
	        
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