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Zur Erklärung dieser vielfach gewiss räthselhaften Unterschiede
in der letzten Spalte mögen folgende Bemerkungen dienen.
Dass die Reisen nach und vom West - Pacific fast durchweg am
sichersten verrechnet sind, rührt wohl hauptsächlich daher, dass die
Fahrten im Allgemeinen meist Passat- und sichere Antipassat-Fahrten sind,
dann aber nicht zum Mindesten auch daher, dass in dieser Fahrt fast nur
die Schiffe einer und derselben Rhederei auftreten, deren einzelne Lei
stungen, sowohl was Führer als Schiffe anhelangt, immer bekannter wurden.
Es darf auffallen, dass Reisen nach dem Süd-Atlantic so bedeu
tend grössere Unterschiede zwischen Wirklichkeit und Rechnung zeigen, als
die Reisen im Nord-Atlantic. Aber es hat in sehr vielen Fällen nicht durch
gesetzt werden können, dass die Führer den entschiedenen Rathschlägen
der Seewarte betreffs des Verhaltens vor dem Eintritt in den NO-Passat,
und nachher zwischen 14° N und der Linie das volle Vertrauen schenkten.
Wenn z. B. gerathen wird, entweder die letzten Reste des Guinea-Monsuns
südlich 10° N dreist zu benutzen, und sich nicht zu scheuen, von 10°N
und 24° W auf SO-Kurs weiterzugehen, bis mau mehr Breite auf Back
bordhals gutmachen kann, oder aber zwischen 28° und 29 () W herunterzu
stehen, um den Guinea-Monsun und die vorgelagerten Stillten gänzlich
zu misslaufen, so bin ich eben fest überzeugt gewesen, dass der Mittel
weg, zwischen jenen beiden Kursen, entschieden misslich sein würde. Ich
wundere mich deshalb nicht, wenn Schiffe auf letzterem Woge 5—6 Tage
verlieren.
Dass man den Schaden auf dem folgenden Theile des Weges wieder
einholen kann, sieht man an dem kleinerem Fehler im Voranschläge nach dem
Indischen Ocean, und den übrigen Oceanen. Die grosse Differenz auf den
Rückreisen aus dem Indischen Ocean rührt her von der ünberechenbarkeit
der Reisschiffe, namentlich in Betreff des Datums ihrer Rückreise, ob sie
nämlich noch im NO Monsun ihre Rückreise auf bequemere Art antreten
können, oder aber gegen den SW-Monsun den langen Weg bis zur Linie
und weiter durcharbeiten müssen, bis sie in 10° S den SO-Passat antreffen.
Nach und von den Häfen nördlich der Sunda-, Lombock-, Äilas-
etc. Strassen folgte ich den holländischen Segelanweisungen: mit welchem
Erfolge, ist ohne weiteres verständlich; für die Rückreisen lagen gedruckte
Segelanweisungen vor, daher die wenigen Schiffe.
Recht gleichmässig haben sich schliesslich auch die Fahrten nach
und von dem Ost-Pacific oder kurz gesagt der Westküste gestaltet, freilich