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Full text: Jahresbericht 1873

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Stellen wir schliesslich sämmtliche Reisen suh. 1—6 zusammen, so haben 
206 Reisen wirklich gedauert 15,358 Tage und sind veranschlagt zu 14,446 Tagen, 
so dass 1 Reise durchschnittlich um 4.5 Tage d. h. um 6 °/o zu kurz veranschlagt 
worden ist. 
Untersuchen wir endlich das Verhältniss zwischen der wirklichen Reisedauer 
der von uns berathenen Schiffe und ihrer von uns nicht berathenen Mitsegler, 
so ergeben sich folgende Resultate: 
1. Im N ord-Atlantic gebrauchten unsere Schiffe auf 
31 Ausr. durchschn. 42.o Tage, ihre Mitsegler 45.9 Tage, Gewinn 3.9 Tage, 
12 Hausr. » 43.7 » » » 45.3 » » 1.« » 
d. h. erzielten in 43 Reisen einen mittleren Gewinn von 3.3 Tagen. 
2. Im Süd-Atlantic auf 
22 Ausreisen 55.3 Tage, ihre Mitsegler 58.2 Tage, Gewinn 2.9 Tage, 
13 Hausreisen 64.s » » » 62.4 » Verlust 2.4 » 
d. h. erzielten in 35 Reisen einen mittleren Gewinn von l.o Tagen. 
Vgl. vorige Seite. 
3. Im Indischen Ocean auf 
7 Ausreisen 113.3 Tage, ihre Mitsegler 116.4 Tage, Gewinn 3.i Tage, 
18 Hausreisen 128.i » » » 133.2 » » 5.i » 
d. h. erzielten in 25 Reisen einen mittleren Gewinn von 4.r, Tagen per Reise. 
4. In der Java- China- Japan-See auf 
7 Ausreisen 112 Tage, ihre Mitsegler 120.9 Tagen, Gewinn 8.9 Tage, 
3 Hausreisen 133.3 » » » 134.7 » » 1.4 » 
d. h. erzielten in 10 Reisen einen mittleren Gewinn von 6.6 Tagen. 
5. Im West-Paeific auf 
4 Ausreisen 129.3 Tage, ihre Mitsegler 178,s Tage, Gewinn 49.5 Tage, 
d. h. per Reise. (Amur-Fahrt.) 
6. Im Ost-Parcific auf 
15 Ausreisen 115.i Tage, ihre Mitsegler 126.i Tage, Gewinn ll.o Tage, 
14 Hausreisen 116.1 » » » 119.4 » » 3.3 » 
d. h. erzielten auf 29 Reisen einen mittleren Gewinn von 7.2 Tagen. 
Im Ganzen beträgt bei 146 zu vergleichenden Reisen der Gewinn unsrer 
Schiffe gegen ihre Mitsegler 724 Tage oder per Reise 5 Tage. 
Auf allen Meeren und auf allen Reisen mit Ausnahme der Haus 
reisen aus dem Süd-Atlantic, worüber wir auch den vorigen Jahres 
bericht Seite 16 zu vergleichen bitten, haben unsere Schiffe ihre 
Mitsegler in durchschnittlicher Fahrzeit geschlagen. So lautet die 
Erfahrung in allen 6 Jahren des Bestehens der Seewarte; die Ver- 
muthunp liegt nahe, dass ihre Methoden der rationellen Grundlage nicht 
ermangeln. Wenigstens ist es erlaubt solches anzunebmen, bis der Gegen 
beweis geführt ist. 
Die meteorologischen Beobachtungen der Seewarte sind im verflossenen 
Jahre ununterbrochen fortgesetzt. Wir lehnen unsern diesjährigen Bericht an 
die Resultate der im vorigen (fünften) Bericht berechneten 5 resp. bei den 
Temperaturen 25 jährigen Mittel, indem wir zugleich mehrfach geäusserten 
Wünschen nachgebend, die beobachteten Werthe in Millimetern Druck etc. und 
Centigraden der Temperatur mittheilen. 
Mitsegler. 
Gewinn 
unserer 
Schiffe. 
Meteorolo 
gische Beob 
achtungen.
	        
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