13
Stellen wir schliesslich sämmtliche Reisen suh. 1—6 zusammen, so haben
206 Reisen wirklich gedauert 15,358 Tage und sind veranschlagt zu 14,446 Tagen,
so dass 1 Reise durchschnittlich um 4.5 Tage d. h. um 6 °/o zu kurz veranschlagt
worden ist.
Untersuchen wir endlich das Verhältniss zwischen der wirklichen Reisedauer
der von uns berathenen Schiffe und ihrer von uns nicht berathenen Mitsegler,
so ergeben sich folgende Resultate:
1. Im N ord-Atlantic gebrauchten unsere Schiffe auf
31 Ausr. durchschn. 42.o Tage, ihre Mitsegler 45.9 Tage, Gewinn 3.9 Tage,
12 Hausr. » 43.7 » » » 45.3 » » 1.« »
d. h. erzielten in 43 Reisen einen mittleren Gewinn von 3.3 Tagen.
2. Im Süd-Atlantic auf
22 Ausreisen 55.3 Tage, ihre Mitsegler 58.2 Tage, Gewinn 2.9 Tage,
13 Hausreisen 64.s » » » 62.4 » Verlust 2.4 »
d. h. erzielten in 35 Reisen einen mittleren Gewinn von l.o Tagen.
Vgl. vorige Seite.
3. Im Indischen Ocean auf
7 Ausreisen 113.3 Tage, ihre Mitsegler 116.4 Tage, Gewinn 3.i Tage,
18 Hausreisen 128.i » » » 133.2 » » 5.i »
d. h. erzielten in 25 Reisen einen mittleren Gewinn von 4.r, Tagen per Reise.
4. In der Java- China- Japan-See auf
7 Ausreisen 112 Tage, ihre Mitsegler 120.9 Tagen, Gewinn 8.9 Tage,
3 Hausreisen 133.3 » » » 134.7 » » 1.4 »
d. h. erzielten in 10 Reisen einen mittleren Gewinn von 6.6 Tagen.
5. Im West-Paeific auf
4 Ausreisen 129.3 Tage, ihre Mitsegler 178,s Tage, Gewinn 49.5 Tage,
d. h. per Reise. (Amur-Fahrt.)
6. Im Ost-Parcific auf
15 Ausreisen 115.i Tage, ihre Mitsegler 126.i Tage, Gewinn ll.o Tage,
14 Hausreisen 116.1 » » » 119.4 » » 3.3 »
d. h. erzielten auf 29 Reisen einen mittleren Gewinn von 7.2 Tagen.
Im Ganzen beträgt bei 146 zu vergleichenden Reisen der Gewinn unsrer
Schiffe gegen ihre Mitsegler 724 Tage oder per Reise 5 Tage.
Auf allen Meeren und auf allen Reisen mit Ausnahme der Haus
reisen aus dem Süd-Atlantic, worüber wir auch den vorigen Jahres
bericht Seite 16 zu vergleichen bitten, haben unsere Schiffe ihre
Mitsegler in durchschnittlicher Fahrzeit geschlagen. So lautet die
Erfahrung in allen 6 Jahren des Bestehens der Seewarte; die Ver-
muthunp liegt nahe, dass ihre Methoden der rationellen Grundlage nicht
ermangeln. Wenigstens ist es erlaubt solches anzunebmen, bis der Gegen
beweis geführt ist.
Die meteorologischen Beobachtungen der Seewarte sind im verflossenen
Jahre ununterbrochen fortgesetzt. Wir lehnen unsern diesjährigen Bericht an
die Resultate der im vorigen (fünften) Bericht berechneten 5 resp. bei den
Temperaturen 25 jährigen Mittel, indem wir zugleich mehrfach geäusserten
Wünschen nachgebend, die beobachteten Werthe in Millimetern Druck etc. und
Centigraden der Temperatur mittheilen.
Mitsegler.
Gewinn
unserer
Schiffe.
Meteorolo
gische Beob
achtungen.