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bedeutend abweicht von dem Elsflether 10jährigen Mittel leuchtet sofort ein:
es finden sich gegenüber den ebenmässigcn Aenderungen des Elsflether Mittels
noch auffällige Sprünge und Rückfälle: mit einem Worte, die Periode ist noch
nicht lang genug.
Zunächst bewirkten die vielen OSO. Winde im Januar 1868 und 1869, so
wie die vielen SO.-Winde im Januar 1871, 1872 dass die mittlere Windrichtung
im Januar statt nur einen Strich, um fast volle 4 Striche nach Osten abgelenkt
wird, und so in den SO.-Quadrant fällt, statt im SW.-Quadranten bis Ende März
zu bleiben. Dass im April der Wind noch im SW.-Quadranten bleibt, rührt
her ebenfalls von einer grossen Anzahl SO.-Winde; da dieselben indessen in
allen 5 Jahren ausser im ersten wieder kehren, so bin ich vorläufig geneigt, es
für einen charakterischen Unterschied zwischen dem Wetter von Hamburg und
Elsfleth anzusehen, dass in Elsfleth wegen grösserer Nähe der See sich dort die
kühlen nordwestlichen Frühjahrswinde früher einstellen, als in dem von der See
etwas mehr zurück und östlicher gelegenen Hamburg. Aber eine Ausnahme bleibt
der Rückfall im August, bewirkt durch die Ueberzahl der NW.-Winde in den
Jahren 1869 und 70, deren Einfluss in einer längern Periode gewiss würde
eliminirt sein. Dagegen stimmen die drei letzten Monate mit ihren entschieden
südwestlichen Windrichtungen sehr genau überein.
Die Stärke der Winde wird hier theils nach Anweisung der Instructionen
für das Dove’sche Beobachtungsgebiet mit den Zahlen 0 bis 4 im Moment der
Beobachtung also um 6 U -, 2 U -, 10% theils nach den Angaben zweier Anemometer
von Robinson notirt, aus denen die durchschnittliche Stärke in den 8 Stunden
zwischen den drei Beobachtungszeiten hervorgeht. Es mögen hier in Tabellen
X und XI die fünfjährigen Ergebnisse beider Methoden folgen; der erste ver
gleichende Blick wird die Ueberzeugung liefern, wie sehr nahe in diesem Zeit
raum die beiderseitigen Notirungen sich treten.