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Full text: Jahresbericht 1871

IV 
gehen werden. Dann ist cs Zeit, das Lob nicht allein des deutschen Kauf 
mannes und Rheders, sowie des deutschen Seemannes, sondern auch des deutschen 
Schiffbauingenieurs zu singen. 
Freilich müssen wir fürchten, irgendwelche Erwartungen auf romantische 
Beweisführung für unsern stolzen Jubelruf zu tauschen. Wir registriren 
keine Probefahrten mit auserlesenen Mannschaften, frischen, bestausgestatteten 
Maschinen, besondern Kohlen, bei schönem "Wetter, schlichter See und kurzer 
Distanz, bei denen 13—16 Meilen durchlaufen sein sollen, was nachher dann 
nie wieder verkommt, sondern unsere Angaben beziehen sieh auf harte gelaufene 
3000 Meilen bei jeder See in jedem Wetter, in geschäftsmässiger Folge und 
Ausrüstung, durch Monate und Jahre hindurch ausgeführt. Obendrein sind unsere 
Zahlen meist Mittelwcrthe, alles individuellen Interesses, aller Pikanterie haare 
Mittelwerthe, die aber um so grösseres Vertrauen verdienen, als sie aus wie 
gesagt mehr denn tausend Fahrten abgeleitet sind. Wer deren Sprache zu lesen 
weiss, wird nach rednerischem Schmuck nicht verlangen. 
Wir bemerken, dass wir als die beiden En dpunkte der Fahrten gerechnet 
haben, die Passage der Needles im NW. der Insel Wight, in der Nähe von 
Southampton, und die Passage von Sandyhook vor der Bai von Newyork: zwischen 
diesen Punkten liegt die ohne weiteren Aufenthalt zurückgelegte oceanische Fahrt 
unserer Dampfer. 
Wir beginnen mit der wichtigsten Frage, nämlich nach der G eschwindigkeit 
der Schiffe überhaupt. Die allmälige Beschleunigung der Fahrten wird man 
zunächst ersehen aus nachstehender Tabelle über 
Die mittlere Dauer aller Aus- und Rückreisen aller Dampfer. 
Im Jahre 
fuhren 
Schiffe 
machten 
Reisen 
aus 
gebrauch 
im Ganzen 
teu Tage 
im Jahresmittel 
machten 
R eisen 
zu Haus 
gebrauchten Tage 
im Ganzen j im Jahresmittel 
j 
Unterschied der 
Ausreisen und i 
Rückreisen 
in Tagen 1 in 0 ''". ll<>r 
j Ausreisen 
1860 
6 
26 
350.41 
13.43 
24 
307.70 
12.82 
0.66 
5.0 
1801 
7 
32 
429.53 
13.42 
32 
400.57 
12.52 
0.90 
6.7 
1862 
7 
36 
485.17 
13.48 
68 
474.22 
12.48 
1.00 
7.4 
1866 
9 
42 
571.43 
13.61 
41 
494,86 
12.07 
1 54 
11,8 
1864 
9 
44 
567 71 
12.90 
41 
494.57 
12.06 
0 84 
6.5 
1865 
10 
46 
562.77 
12.23 
49 
566.76 
11.57 
0.66 
5.4 
1866 
12 
70 
873,02 
12.47 
72 
820.77 
11 40 
1.07 
8.6 
1867 
16 
69 
774.22 
11.22 
88 
967.31 
10.99 
0.23 
2.1 
1868 
20 
99 
1136.47 
11.48 
102 
1088.32 
10 67 
0.81 
7.1 
1869 
22 
118 
1293,67 
10 96 
HO 
1246,87 
10.48 
0 48 
4.4 
zusammen . 
durchschn 
Ittlich aus 
582 
gehend . , 
7044 40 
125 25 
12.10 
606 
zurückk 
6861.95 
ommend ... 
117.06 
11.32 
Ta£<* 
0 78 
6.4% 
Man sieht, dass die Herabminderung der Dauer der Rückreisen eine 
constante ist; ihre mittlere Dauer fällt von 12.82 Tagen auf 10.48 Tage, Unter 
schied 2.34 Tage oder 18.2%. Die schwierigem Ausreisen nehmen ebenfalls, 
doch nicht ohne einzelne Rückfälle, namentlich im Jahre 1863 ab, und zwar im 
Mittel von 13.48 Tagen auf 10.96 Tage, d. h. um 2.52 oderum 18.7 °/o. Diese
	        
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