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die Geburten. Die Zunahme von 40,000 Personen für die ganze Kolonie seit 1861
sei auch zum grössten Theil durch Immigration von Indien und China bewirkt.
Die Sterblichkeit unter den Kindern sei gross, doch geringer als in den
meisten Theilen der Welt. Diese Sterblichkeit betreffe besonders die ärmeren
Klassen.
Es starben im Alter unter 1 Jahr 22 per cent, zwischen 1—5 Jahren un
gefähr 12,67 per cent, im Ganzen 34,67 per cent unter 5 Jahren für 1870.
In den letzten 6 Monaten starben 27 per cent unter 5 Jahren.
Geboren wurden in der Stadt vom 1. Januar bis 30. Juni 694, davon 340
männliche, 354 weibliche; es starben 722 Personen, nicht mitgerechnet 106 Todt-
geborene und 121 Landbewohner, die im Hospital gestorben.
Es starben darunter an :
Sumpffieber II,
anderen Fiebern 18,
Dysenterie 48,
Leberkrankheiten 8,
Diarrhoe 101,
Entzündungen der Atbmungsorgane 45,
Schwindsucht 117,
Croup 12,
Starrkrampf (Tetanus) 19,
Epilepsie 7.
Darunter waren im Alter
von
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V)
60—70 Jahren
70—80
80—90 „
52,
27,
10,
Es waren von den Gestorbenen:
Europäer 20,
Portugiesen (Brasilianer) 71,
Coolies 82,
Chinesen 17,
Creolen 878.
Aus dem Berichte des Herrn Konsuls Kölle.
21) Paramaribo (Surinam) 5° 44' N., 55 11 13' W., (Niederländisch
Guiana), den 5. October 1871.
Der Gesundheitszustand war in den letzten 3 Monaten sehr günstig. Von
458 im hiesigen Hospital während des Monats September behandelten Kranken
starben nur 4. Von den sogenannten tropischen Krankheiten traten keine
epidemisch auf. Im September eingetretene grosse Hitze mit Gewitterregen und
dadurch bewirkter rascher Abkühlung, einige Male abwechselnd, brachte etwas
Leberaffectionen mit sich. Auch Sumpffieber zeigte sich, doch ohne bösartig
zu werden.
Der Boden, auf dem Paramaribo steht, ist sandig und lässt das Wasser
rasch ablaufen, auch ist die Drainage der Stadt genügend. Die Umgebung dagegen
mit den angrenzenden Besitzungen holländischer Bauernkolonicn sind einer