XVII
Bis zum 10. Mai fiel kein Begen, in der Woche vom
10.-
—JO.
Mai
1,05 Zoll,
17.-
-23.
« • * •
.... 0,20
77
24.-
—30.
77 •••••••••
77
31.
Mai-
-6. Juni
.... 0,27
77
7, Juni —
13. „
.... 4,11
77
14.
77
-20. „
.... 0,06
77
21.
77
-27, „
.... 4,20
Ti
Zusammen... 9,89 Zoll.
III. Afrika.
Aus einem Berichte des Herrn Dr. T ach au.
14) Cairo, 30° 2' N., 31” Iß' 0., (Egypten) den 20. Deeember 1871.
Die Furcht vor der Cholera hat wenig Abendländer horreisen lassen. Hier
ist bis jetzt kein Fall vorgekommen.
Die Quarantaine zu Alexandria, 31 0 13' N., 29° 53' 0., wird streng
gehandhabt und ist die Dampfschifffahrt auf dem rothen Meere unterbrochen
worden, damit die von Mekka kommenden Pilger und sonstige Beisende die
Krankheit nicht einschleppen.
IV. Amerika.
Aus einem Berichte des Herrn Konsul Carl Eulert.
15) Arioa, 18° 28' S., 70° 24' W., (Peru) den 30. Juni 1871.
Gesundheitsverhältnisse von Arica und Tacna 18° 8' S., 70° 9' W.
Im letzten Vierteljahr haben hier Gelbfieber, Sumpffieber, Dysenterie und
Cholera nicht geherrscht. Seit der Gelbfieber-Epidemie von 1868 und 1869 ist
überhaupt kein Gelbfieberfall vorgekommen. In jenen Jahren aber starben von
dem nicht geflüchteten Best der Bevölkerung, dessen Zahl zu Arica etwa 3000
betrug, 1700 Personen und von 6000 in Tacna Zurückgebliebenen 3100.
Arica ist hart am Meere, Tacna ö‘/a deutsche Meilen landeinwärts auf
einem Plateau gelegen, welches 1830 Fuss hoch über dem Meeresspiegel ansteigt.
Von allen Vorsiohtsmaassregeln bewährte sich in jener Zeit nur eine schleunige
Auswanderung nach dem Hochlande und vegetntionsreichen Gegenden.
Gegen das gelbe Fieber selbst hat sich kein Mittel dauernd hülfreich
gezeigt. Während in Arika sehr grosse Mengen Chinin hin und wieder nützlich
zu sein schienen, starben in Tacna alle damit Behandelten.
Im verflossenen Vierteljahr ist auf Norddeutschen Schiffen kein Todesfall
vorgekommen.
Es fehlt hier an fremden Aerzten, einheimische sind genügend vorhanden.
Ein gebildeter deutscher Arzt würde ein grosses Gebiet für seine Thätigkeit finden.
Von dem Herrn Konsul Carlos Pini.
16) Valparaiso, 33° 2' S., 71° 42' W., (Chile) den 15. Juli 1871.
Der Gesundheitszustand Valparaisos und Umgegend war im verflossenen
Vierteljahre ein äusserst günstiger und sind keine ansteckende Krankheiten
vorgekommen.