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Full text: Jahresbericht 1871

XV 
ersten Quaatal und 702,2 weniger als die Durelischnittssumme während des 
2. Quartals der vorhergehenden 20 Jahre, aber 604 mehr als im correspondirenden 
Quartal von 1870, Von den Gestorbenen wurden 2874 begraben, 986 verbrannt 
und 267 ausgesetzt (takcn to the towcrs of silence). Die gesündeste Woche 
des Quartals war die, welche am 6. Juni endete, wo 286 Todte registrirt wurden, 
gleich einer Sterblichkeit von 18. 14 auf 1000. Die meisten Sterbefälle waren 
in der Woche, welche den 25. April endete, wo es 356 Todte gab, gleich einer 
jährlichen Sterblichkeit von 22,67 auf ] 000. Die jährliche Durchschnittszahl 
in diesem Quartal 20,216 auf 1000 verglichen mit 17,257 des correspondirenden 
Quartals im vorigen Jahre und gegen 20,740 auf 1000 des ersten Quartals von 
diesem Jahre. 
Unter den 1686 in diesem Jahre an Fieber Gestorbenen waren 4 Fälle 
von Typhus und 1 von einfachem anhaltenden Fieber, 116 an bösartigem kalten 
Fieber und 1557 an Surapfßeber (remittent fever). 
Es starben im Ganzen 96 Europäer. 
2076 Kinder wurden geboren (1081 männliche, 995 weibliche), geimpft 
3285, davon 287 mit zweifelhaftem und 135 ohne Erfolg. Unter 96 Prostituirtcn 
waren 14 krank. 
In den beiden letzten Quartalen war die Zahl der Verstorbenen grösser als 
im ganzen verflossenen Jahre, weshalb doppelt zu bedauern, dass die Zahl der 
bei der Reinigung der Stadt beschäftigten Arbeiter und Karren aus Sparsamkeits 
rücksichten vermindert worden ist. In den 5 Jahren, welche am 31. December 
1865 endeten, starben zusammen 103,065 Personen, in den 6 Jahren, die den 
31. December 1870 endeten nur 80,668. Zu diesem guten Resultate haben 
sicher die Verbesserung der schlammigen Küstenpartien, die immer allgemeinere 
Einführung guten Wassers beigetragen, vor Allem aber die allgemeine, regel 
mässige Reinigung der Stadt, wodurch den Einwohnern eine reinere Atmosphäre 
verschafft worden ist. 
Es gilt hier dasselbe, was bei Gelegenheit der verbesserten Gesundheits- 
Verhältnisse Bristols in der Times gesagt wurde: „SanitUtliche Verbesserungen 
kosten viel, aber der dadurch erzielte Gewinn ist auch bedeutend. Tausend Leben 
jedes Jahr erhalten und entsprechend zehntausend Fälle von Erkrankung ver 
hüten ist etwas, das einen ganz entschiedenen Geldwerth hat, denn verlorener 
Arbeitslohn, 1 Hilfloses Wittwen- und Waisenthum drücken als schwere Bürde 
diejenigen Classen, die schon genug zu tragen haben. u 
Auf die Erbauung gut veutilirter Häuser ist grosse Sorgfalt verwendet 
worden, gepflasterte Wasserläufe in der Umgebung der Stadt angelegt, Häuser, 
wo weder Luft noch Licht cindringen konnte, hat man geschlossen. Kein neuer 
Abort kann in der Stadt ohne offieielle Inspection gebaut werden, auch ist er 
so anzulegen, dass weder der Hauseigentümer noch die Nachbarn Schaden 
dadurch erleiden. 
Die Stadt hat noch kein Baugesetz, aber es ist schon in der Weise viel 
Gutes erreicht worden, dass bei neuen Häusern die Aborte getrennt von den 
selben erbaut werden müssen, so dass die Bewohner weder bei Tage noch bei 
Nacht, w y as noch wichtiger, da dann der Körper weniger leicht schädlichen Ein 
flüssen widersteht, die Ahort-Ausdünstuugen einzuathmon brauchen. 
Die Eigentümer niedrig liegenden ungesunden Terrains haben dasselbe 
ausfüllen müssen und so sind Pieberquellen verstopft worden.
	        
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