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Soviel ist zunächst klar, dass die starken Winde und Stürme zu uns
über England kommen, welches unser Vorposten für die grossen Stürme ist:
einen rechten, immer seltenen, Oststurm haben wir in den letzten Jahren nicht
gehabt 5 seine Zeit ist sonst der sehncereiche Februar und März, und der dürre
April und Mai.
Wenden wir uns nun zu den englischen Sturmwarnungen, welche wir
dem Entgegenkommen des Meteorologien! Office in London verdanken.
Im Ganzen haben wir erhalten 48 Telegramme, darunter 18, welche nur
vorbereitende Nachrichten von mehr oder weniger bedrohlichen Aussichten ent
hielten, unter ihnen 4, in denen ausdrücklich stand: clo not hoist yct, oder;
I dou’t hoist yct; es bleiben also 30 Telegramme, welche als wirkliche Stunu-
tclegrammc angesehen sind, obgleich sic nur in 22 Fällen die directe Aufforderung,
das Signal zu hissen, enthielten.
Dann kam der Sturm (wie bemerkt mit mindestens JO*"' Fortgang während 8 Stunden)
an demselben Abend oder bis zum folgenden Tage in 13 Fällen,
„ „ „ am Tilge vorher „ 4 „
„ „ doch war in 3 Fällen der vorhergehende Tag ein
Festtag, also deshalb kein Telegramm „ —- „
ferner hatten wir böiges Wetter (zu Zeiten mit Schneetreiben) und
harte Briese „ 6 ,,
endlich hatten wir durchschnittlich gutes Wetter „ 7 „
30 Fälle,
und wir sind nicht vorher benachrichtigt in 2 Fällen, worunter jedoch einmal
ausdrücklich eonstatirt ist, dass eine Störung der Leitung es verhinderte, nämlich
am Schluss unserer Gartenbauausstellung.
Es erscheint bemerkenswert!!, dass jedesmal, wenn wir hier gutes Wetter
behielten, der Wind hier südlich bis östlich und meist sehr leicht war, während
gleichzeitig Irland harten Wind meist aus N. oder NW. hatte. Um unser Theil
zur Aufklärung dieser gewiss nicht zufälligen Thatsachc boizutrageu, führen wir
hier alle 7 Fälle von 1869 namentlich auf, nämlich:
März 2 war NW.-Sturm in Irland, hier leichter Ost, Nachtfrost mit ziemlichem
Schneefall.
,, ., „ hier leichter SO., trübe, kühl, ohne Schnee.
„ harter N.-Sturm an allen südlich. Stationen Englands und Irlands,
hier 20., 21., schönes, sonniges Fmhlingswcttcr mit leichtem
ONO., am 22. allerdings rauher kalter NO.
„ harter NW.-Sturm im Westen, hier SO.—SW. leicht, etwas Ge
witter mit Regen.
„ SO.-Sturm im Westen, hier am 14., 15., sehr schönes, sonniges
Wetter hei leichtem SO. bis NO.
„ harte Nords türme in England, hier massige SO.-Briese, dabei
kalt, winterlich.
„ beginnender NW.-Sturm; hier nach NW. leichter SO,, dann wieder
massiger NW., mit sonnig-klarer Luft.
Es scheint also, dass ein grosser Theil dieser nordwestlichen Stürme von
Irland aus eine südliche Richtung einschlägt nach dem Golf von Biseaya, und
uns hier nicht belästigt. Eine weitere Untersuchung würde wahrscheinlich er
geben, dass diese Nordwester Zusammenhängen mit weiter westlich zurückliegenden
Südwestwinden, die weit vor dem Kanal schon getobt haben, und in welche der
•n
17
20
April
10
Mai
14
Oct.
19
Nov.
5
Die engl.
Sturm-
Warnungen.
Die liiseiicii
NW.-, und
unsere SO.-
Wiude.