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Full text: Jahresbericht 1868

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Die Zahl der an den Bestrebungen der Seewarte beteiligten Rheder eien 
beträgt: 1. in Hamburg. .. 13, und zwar einzelne mit 1 bis 20 Schiffen, 
2. „Bremen 22, ,, „ „ ,, 1 „ 12 „ 
3. „ Oldenburg. . 3, „ „ „ ,, I „ 5 ,, 
4. „ Preussen ... 1, 
5. „ Norwegen .. 1. 
An neuen Instrumenten sind au die Schiffe abgegeben 
von Hamburg aus 34 Barometer und 84 Thermometer, im Gesammtwert von rund 
1600 TKaleru. 
Endlich sind an älteren Instrumenten geprüft und verglichen worden 
von Hamburg aus 29 Barometer und 12 Thermometer. 
Die von der Seewarte ausgegebeueu neuen Barometer sind nachdem 
verbesserten Kew-System gebaut. Sic wurden in Mctallfassuug von dem Herrn 
J. G-. Greiner jun. in Berlin schon seit längerer Zeit für die Königliche Marine 
gebaut, und sind im Laufe dieses Jahres bei dem rasch wachsenden Bedarf der 
Seewarte noch in verschiedener Hinsicht verbessert, teilweise auch in Holz- 
fassung hergestellt worden, so dass jetzt ihre Construction allen Anforderungen 
auf Solidität der Ausführung und Präcision und Bequemlichkeit der Ablesung 
entspricht. Das Quecksilbergefäss ist von Buchsbaum, welches Holz sich besser 
bewährt als Gusseisen, uud ist von einer Metallkapsel umschlossen. Das Bohr 
ist unten mit Bunteu'scher Sicberheitskammer versehen, und kann das Instru 
ment unter jedem Winkel getragen oder versandt werden; natürlich ist aber 
beim Versand die horizontale Lage die sicherste. Das Rohr ist entweder der 
ganzen Länge nach oder zum Theil in vulkanisirten Gummi eingelegt; da auf 
Handelsschiffen so starken plötzlichen Erschütterungen nicht zu begegnen ist, 
als auf Kriegsschiffen durch das Abfeuern schwerer Geschütze auszuhalten sind, 
so genügen einige starke Ringe aus obigem Stoff zum allseitigen Schutze des Glas 
rohrs gegen die äussere Umhüllung. Dasselbe wird oben etwa 6 Millimeter weit; 
die Scalen sind von Elfenbein oder Milchglas, der Nonius gestattet überall 
sicherste Ablesung auf Vioo Linie durch vortreffliche Führung und Tlieilung. 
Eine Platte von geschliffenem Spiegelglase schützt den oberen Theil des Instru 
mentes und den dort angebrachten Thermometer. Die hintere Wand enthält einen 
längeren 5 Millimeter breiten Schlitz uud eine Blendung von geöltem Papier zur 
Abhaltung des zerstreuten Lichtes. Eine eigentümliche Form des Ableseeylinders, 
die nach vielen Versuchen sich als sehr practisch bewährt, beschattet die Queck 
silberkuppe, so dass eine sehr correcto und bequeme Einstellung ermöglicht ist, 
ohne dass dabei die Bewegung des mit ihm verbundenen aber ganz sicher ge 
führten Nonius auf die Dauer Gefahr läuft, wie man dies so häufig, selbst bei 
sonst vorzüglichen Londoner Instrumenten findet. Die Einteilung der Scala ist 
in Englische Zoll, weil einmal derselbe auf dem Ocean herrschend geworden ist, 
die Thermometer sind in Réaumur-Grade geteilt, dem in Deutschland herrschen 
den Gebrauch folgend. Die Zolle sind natürlich, entsprechend dem Verhältnis.« 
der Queersehnitte des Rohres uud des Gelasses, verkürzt, um indessen den Ge 
brauch des Nonius nicht zu erschweren, nicht progressiv, sondern gleichmäs.sig 
um den Normalpunkt herum, bei welchem das Instrument adjustirt ist; derselbe 
wird bekannt gegeben, wenn er erheblich von 29.84 Zoll abweieht. Eine eigen 
tümliche sehr bequeme Vorrichtung am Fuss dos Instruments (nicht etwa ver 
mittelst Schraube und Lederbeutel) gestattet eine rasche und dauernde Adjusti- 
tung Dir den Fall einer unvorhergesehenen Aeudcrung des Standes, und eine 
Die Baronie 
ter der See 
warte.
	        
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