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Full text: Jahresbericht 1961

- Seite 49 - 
Gezeiten, Nautische Astronomie, Zeitdienat, Rechenanlage 
V. GEZEITEN, NAUTISCHE ASTRONOMIE, ZEITBIENST, RECESNANLAGB 
1. Gezeiten 
a) laufende Arbeiten und Veröffentlichungen, Die "Gezeitentafeln für das 
Jahr 1962", Band I: Europäische Gewässer, Band II: Atlantischer und Indi 
scher Ozean, erschienen im Juli bzw. August 1961, die Kalender der "Haeh 
und Niedrigwasserzeiten für die Deutsche Bucht und deren Elußgebiste.1962", 
Gesamtausgabe und vier Teilausgabeix, kamen im November 1961 heraus. Etwa 
50 Privatverlage erwarben das Recht, Gezeitenvorausberechnungen in Tageszei 
tungen und Kalendern abzudrucken. 
Die Gezeitentafeln 1962 werden im gleichen Umfang erscheinen wie der Jahr 
gang 1961. Eür die Elbe-Pegel, die an der Elbe oberhalb von Stadersand lie 
gen, wurden die Gezeltengrimdwerte überprüft und der Teil II der Gezeiten 
tafeln entsprechend geändert. Die Druckvorlagen, für die Tafeln 1963 waren am 
Jahresende zu etwa zwei Drittel fertiggestellt. Die Kartei der Gezeitengrund- 
werte ist auf das Rote Meer, die Palkland-Inseln und die atlantische Küste 
Kanadas erweitert worden. 
In den Gezeitentafeln 1964 werden die ausführlichen Vorausberechnungen 
für die deutschen Bezugsorte sämtlich auf Beobachtungen desselben. 19-jähri 
gen Zeitraumes 1942 - 60 beruhen. Das Bereehnungsverfahren bleibt weiterhin 
die harmonische Darstellung der Ungleichheiten in Hoch- und Niedrigwasser 
zeit und -höhe. 
Mit der Gezeitenrechenmaschien II waren außer den ausländischen Aufträ 
gen, vorwiegend Berechnungen von stündlichen Wasserständen und Gezeiten 
strömen, die Gezeitenvorausberechnungen für Ekaterinskaja 1963 sowie ver 
schiedene Schwereberechnungen für geodätische Zwecke auszuführen. Der Wieder 
aufbau der Gezeitenrechenffiaschine I durch die Institutswerkstatt ist beendet. 
Wie bisher stellten die Wasser- und Schiffahrts-, Wasserwirtschafts- und 
Hafenverwaltungen des deutschen Küstengebietes ihre Wasserstands- und Strom 
beobachtungen nach Bedarf zur Verfügung. Von rund 100 Pegeln des Küstenge 
biets wurden die Hoch- und Niedrigwasserbeobachtungen laufend gesammelt, da 
bei die Pegelaufzeichnungen zum Teil gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden 
ausgewertet, sonst deren Wasserstandslisten verwendet, Der mittlere Wasser 
stand von Cuxhaven wurde weiter aus den Ablesungen stündlicher Wasserstände 
bestimmt. 
Zahlreiche Gutachten und Auskünfte waren an Schiffahrtskreise, Seeämter, 
Gerichte und Privatpersonen zu erteilen. 
b) Besondere Arbeiten: Zwei etwa 15-tägige Reihen von stündlich abgelese-
	        
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