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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

304 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1926,

den Bildmeßkammern des Auswertungsapparats genau So zueinander orientiert
werden können, wie bei der Aufnahme, und müssen alsdann dem Betrachter einen
stereoskopischen Eindruck vermitteln, Ein bemerkenswerter konstruktiver Unterschied
 zwischen Stereoautograph und Stereoplanigraph besteht beiläufig darin,
daß bei dem ersteren Instrument die Zielstrahlen, welche die Lage der zu
ermittelnden Punkte bestimmen, durch Stahllineale gebildet werden, bei dem
Aeueren Apparat dagegen durch Lichtstrahlen,
Der Fortschritt vom Stereokomparator zum Stereoplanigraphen hat, wie schon
oben angedeutet, manche Erleichterung des Aufnahmeverfahrens zur Folge gehabt,
Bei den ersten Versuchen, stereophotogrammetrische Wellenaufnahmen vom Schiff
aus zu machen, mußte man mit Rücksicht auf die Auswertung im Stereokomparator
 bestrebt sein, die Apparate genau auszurichten, so daß die optischen Achsen
der beiden Aufnahmekammern parallel gerichtet waren und die Ebenen der beiden
Platten zusammenfielen. Um diese Ausrichtung (mit Hilfe von Zielfernrohren)
rornehmen zu können, mußten die Apparate an Deck, jedenfalls auf einen sehr

Abb. 1. Die Aufnahmevorrichtung gebrauchsfertig unter der Fockrahe geheißt.

soliden Unterbau, aufgestellt werden. Mit dieser Anordnung ist der Nachteil einer
recht beschränkten Höhe der Apparatur über der Meeresoberfläche verbunden
(falls nicht etwa ein großer Passagierdampfer, wie sie vornehmlich auf dem Nordatlantischen
 Ozean verkehren, zur Verfügung‘ steht), Lass hat deshalb später
die Kammern auf einem Träger befestigt, der in die Takelage geheißt wurde.
Diese Art der Ausbringung hat den Nachteil, daß man sich auf eine recht kurze
Basis beschränken muß, da sonst der Träger nmicht mehr als starr und somit die
Stellung der einmal gegeneinander ausgerichteten Apparate nicht mehr als unveränderlich
 angesehen werden darf,
Für die Aufnahmen auf „Meteor“ ist von der Firma Carl Zeiß eine Apparatur
geliefert worden, Um den beiden Hauptforderungen der Wellenstereophotogrammetrie:
 möglichst hohe Ausbringung über der Wasseroberfläche und angemessene
Länge der Basis, auf „Meteor“ trotz der geringen Abmessung des Schiffes einigermaßen
 gerecht zu werden, müssen die Apparate gleichfalls in Verbindung mit
einem Träger gebraucht werden; forner mußte die ganze Vorrichtung auseinandernehmbar
 gestaltet werden, Die beiden Kammern werden an den Enden eines
leichten zerlegbaren Tragrohres von 6 m Länge befestigt, welches in die Takelage
geheißt wird, meist am Fockmast unter der Fockrahe (Abb, 1), Die Apparate
            
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