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Annalen der Hydroögraphie und Maritimen Meteorologie, Februar 1926.
— Funkstation:
Äranjuez
Norddeich
*)} (g) =
Do, =
N. 59° 59
N.40 1 |
W. 390 4
W. 43 4
©. 40° 0
8. 69° 15
N. 3
s. 69° 12
N, 12° @
8. 18 12
0. 12° 15
W. 18 0
0. 30° 15°
S. 450 7
N. 12
S 44° 55
N, 38° 38
N. 53 87
0. 7° 10
W. 38 0
0. 45° 107
N, 48° 48
SS
N. 48° a2
N. 340 2@'
N. 53 37
O0, 7° 10
W. 40 ©
O. 47° 10
N. 48° 48
S. 6
N. 450 42
1 =
L =
Fan
*) Als angenäherte (ge
gißte) Breite (g) wurde
hier die auf Grund ein-
facher Kugelrechnung
gefundene Breite —
zum Vergleich — ge-
wählt,
**) cotg @& «sin an.
statt cos &, wenn:
log cotg # < 0,
@ =
UÜ— @ =
U
sotg , 2
COS A vo.
sog d ...
gi...
bel) +
cotg U...
sind — gg)...
0.0759
9.8843
9.9602
9.9238
9.8684
„ZE,
9,3320
N. 47° 37
N. 12 24
N. 60° l'
N. 606
0.4831
9.9364
0.4145
9.7658
9.9706
13
9.7377
9.8674
9.8482
9.7156
25
9.9481
9.9438
9.6100
9.8674
8324
9.6948
329
9.9513
9.9438
0.6278
[iz
u
=
S. 20° 50
N, 33 8
N. 12° 18
N. 122° 17
N. 620° 33
8.24 2
N. 38° 31’
N, 38° 32
N. 630° 23
S. 25 7
N, 38° 16’
N. 38° 18
O
Koblenz,
November 1925,
genau: 9 =—
Schiffahrt und Eis.
Vom Rettungsdienst deutscher Kriegsschiffe im Ostsee-Eis, Winter 1923/24,
Von A. Paulus,
Um zu zeigen, in welche schwierige und gefährliche Lage in der Ostsee
lahrende Handelsschiffe manchmal im Winter infolge von Eis geraten können,
seien im Nachstehenden Berichte vom Kreuzer „Medusa“ und Linienschiff „Braun-
schweig“ gebracht, die die Marineleitung ausgeschickt hatte, um durch Eis ge-
fährdeten Handelsschiffen Hilfe zu bringen. .
Am 15. IL 1924 um 7b 15m Nm. erhielt der Kreuzer „Medusa“ den
Auftrag, die durch Eis festgehaltenen Dampfer „Oderberg“ und „Ellen“ auf-
zusuchen und sie aus ihrer gefährlichen Lage zu befreien. Der Kommandant
des Kreuzers, Freg.-Kapt. Meusel, berichtet über den Verlauf der Aktion das
Folgende: »Nachdem mit Hilfe der Polizei die auf Garnisonurlaub an Land be-
Ändlichen Offiziere und Mannschaften benachrichtigt worden waren, konnte
„Medusa“ am 16, II. 2 Vm,. von der Blücherbrücke ablegen und nach See fahren.
Im Kieler Hafen war nur wenig Eis, Nach Passieren des Feuerschiffes
„Kiel“ traten jedoch schon Eisfelder auf, für deren Durchbrechen Umdrehungen
der Maschine für halbe Fahrt nicht mehr genügten. Im Fehmarn-Belt und
nach Passieren desselben wurde das Eis so stark und die Eisfelder so groß, daß
ich, um allen Fällen gewachsen zu sein, für 15 Sm Fahrt Dampf aufmachen
ließ, ‘Es herrschte strahlend schönes Wetter mit schwachen, südöstlichen Winden
und unbegrenzte Sichtigkeit, . Im Gegensatz zu den Eisverhältnissen in der
westlichen Ostsee erwies sich das Eis in der Mecklenburger Bucht als viel
stärker, härter und ausgedehnter; auch nahm es an Stärke und Ausdehnung
überraschend schnell zu, so daß nachts die Mecklenburger Bucht ein einziges,
fast ununterbrochenes Eisfeld darstellte, wogegen die Gegend vor Warnemünde
infolge des geringen ablandigen Windes auf 6 Sm weit fast ganz eisfrei blieb.
Dieser Unterschied in Stärke und Ausdehnung des Eises fiel besonders bei der
Rückfahrt nach Kiel und dem Wiederpassieren des Fehmarn-Beltes in der Nacht
vom 16. auf den 17. Februar auf. Die Eismassen hatten anfänglich infolge des