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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

54 
Köppen-Heft der Annalen der Hydrographie usw. 1926. 
eingeklammerte Zahl das aus den drei Ortszeitterminen an den Aufstiegstagen 
sich ergebende Bewölkungsmittel; der Vergleich läßt deutlich die Wirkung des 
Aussuchens günstiger Bewölkungsmomente für die Aufstiege erkennen. Die ge- 
ringste Bewölkung brachte die Fahrtstrecke Buenos Aires—Punta Arenas; hier 
haben die Aufstiege die besonders große mittlere Höhe von fast 9000 m erreicht, 
und hier wurde der höchste Aufstieg mit über 20 km erzielt. Bei den Schnitten 
nimmt die Bewölkung mit wachsender Breite zu und die erreichte mittlere Höhe 
entsprechend ab, Die größte Bewölkung auf Profil V ist auf die in den süd- 
lichsten Breiten fast ständig vorgefundene geschlossene Stratokumulus- Decke 
zurückzuführen; die Windstärken waren auf diesem Profil relativ gering, so daß 
die mittlere Höhe von 3100 m erreicht wurde, Schnitt I fällt mit der geringen 
mittleren Höhe von 1500 m heraus, hier herrschte das stürmischste und unbe- 
ständigste Wetter mit den schwierigsten Beobachtungsbedingungen, auch war 
hier der anfängliche Gebrauch von kleineren Ballonen nachteilig. 
Einschließlich der 12 Aufstiege auf der Vorexpedition (Kanal—Kanarische 
Inseln, mittlere Höhe 5000 m, größte 14700 m) sind somit auf dem „Meteor“ bisher 
354 Pilotballonaufstiege ausgeführt worden. Hinzu kommen zur Ergänzung die 
Windwerte von 67 Drachenaufstiegen und Messungen des Cirrus-Zuges (in meist 
mehrfachen Reihen) an 46 Tagen. 
Fig. 2, Tafel 3, gibt die Verteilung der Pilot- und Drachenaufstiege auf dem 
südlichen Südatlantischen Ozean‘). 
Zur Zeit Kapstadt, im März 1926. 
*) Vgl. hierzu die Darstellung der aerologischen Arbeit auf den einzelnen Profilen (in Vertikal- 
schnitten) in den allgemeinen Expeditionsberichten in der Ztschr. d. Gesellsch, f. Erdkunde, Berlin 1926.
	        
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