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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Kuhlbrodt, E.: Die Deutsche Atlant. Exped, auf d. Vermessungs- u. Forschungsschiff „Meteor“, 61 
tigen Werten. Die folgenden Beispiele zeigen dies; hier wurde die Höhe des 
Ballons aus der Entfernungsmessung berechnet mit Hilfe des mit dem Spiegel- 
theodoliten exakt bestimmten Höhenwinkels. 
Registrierballon; obere Reihe: aus der Registrierung erhaltene Höhe; untere 
Reihe: aus der Entfernungsmessung gleichzeitig bestimmte Höhe in m: 
1950, 2250, 2600, 3300, 4000, 4300, 4700, 5100, 5450, 6100. 
2000, 2250, 2750, 3290, 4160, 4650, 4650, 5120, 5450, 6150. 
Darüber hinaus geben die B.G.-Messungen zunehmend zu hohe Werte. 
Weiteres Beispiel: Zwei Aufstiege mit Pilotballons nahezu desselben Gewichts (B) 
und derselben Steigkraft (A) gleichzeitig mit beiden Basisgeräten gemessen, Bei 
Pilot Nr. 141 ist der Ballon nach 11 Minuten in Wolken verschwunden, bei Pilot 
Nr. 142 gehen die B. G.-Messungen nach der 11. Minute stark auseinander und 
sind nicht mehr brauchbar, der eine Beobachter mißt zu kurz, der andere zu 
weit; aber die Übereinstimmung für die unteren 4000 m ist im Mittel gut. Die 
Zahlen in der Tabelle sind Ballonhöhen in m. 
Pilot 142 
_B=435g __ A—=90g 
15m=B.G. | 3m=B.G. 
1260 
1470 
L610 
‚930 
2090 
2470 
1280 
1460 
L620 | 
1800 
2180 
2500 
3180 
3600 
8970 
1430 
1630 
1810 
2130 
2610 
2980 
3240 
3550 
83910 
1450 
1600 
1750 
2160 
2560 
2840 
3080 
3520 
3830 
1260 
1440 
1620 
1800 
2160 
2520 
2880 
3240 
3600 
3960 
Bei der nachstehenden Zusammenfassung der Ergebnisse benutzte ich nur 
die Messungen in den geringen Entfernungen, meist bis 2000 bis 3000 m Ballon- 
höhe, Es wurde für jeden Aufstieg ein Mittelwert der Steiggeschwindigkeit be- 
stimmt, wobei auf die ersten Werte (bis zur 5. Minute wurde jede halbe Minute 
gemessen) der größere Wert gelegt wurde, Für große Ballonhöhen bleibt also 
der Wert der Steiggeschwindigkeit vorerst unbestimmt. Es sei bemerkt, daß eine 
systematische Änderung mit der Höhe nicht zu erkennen war, Im ganzen liegen 
110 Pilotaufstiege mit Entfernungs- 
messung vor. Hiervon habe ich 70 zu 
13 Gruppen zusammenfassen können. 
B ist wieder Ballongewicht in g, 
A die Steigkraft in g; V ist die mittlere 
Steiggeschwindigkeit, Vmax. ihr größter, 
Vmin. ihr kleinster Wert, 4 die sich er- 
gebende Schwankung. Vm ist unter Be- 
rücksichtigung von Wertzahlen, die den 
einzelnen Aufstiegen gegeben wurden, 
ermittelt. Die Schwankungen 4 halten 
sich in ziemlich engen Grenzen, sie sind 
gewiß nicht nur auf Messungsungenauig- 
keit zurückzuführen, sondern zum Teil 
reell. Das Gesamtresultat ist durchaus eindeutig. Bei dem drittletzten und letzten 
Wert ist ein Vergleich möglich mit der Steiggeschwindigkeitstafel von Hergesell!), 
Vm ist dort 222 bzw. 152 gegen 228 bzw, 159 bei uns; unsere Werte sind also 
um ein weniges größer. 
In Fig. 1, Tafel 2, sind die obigen Werte in die bekannte Tafelform ein- 
gezeichnet, und hiernach ist versucht worden, die Isoplethen der Steiggeschwindig- 
keit zu zeichnen (dickgestrichelte Linien). Es ergibt sich ein recht klarer Verlauf, 
’ 
‚9 
1 
3880 
3500 | 
3910 
1) Nach Tetens, Arbeiten des Pr. Aeron. Obs. Lindenberg 1910,
	        
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