Pollak,L.W.: Zur harmonisch, Analyse empirischer, durch eine große Zahl gegebener Ordinaten usw. 347
6 Zahlen als Strecken auf 6, gleich weit voneinander abstehenden Radien eines
Kreises abgetragen und ihre Projektionen auf jenen Durchmesser, welcher die
Strecken u, und u, enthält — in unserer Figur X, X —, ermittelt. Bildet man
endlich die algebraische Summe der Projektionen, die von O nach rechts liegenden
sind positiv, die nach links liegenden negativ in Rechnung zu stellen, so erhält
man 3p,. Die Summierung der Strecken OA + O0u, + OD —(0u; + OC +- OB)
ist in Fig. 1 unten durchgeführt und liefert für 3p, die Strecke IK als
positive Größe,
Die harmonische Analyse der drei geradzahligen Ordinaten up, U, u, (Fig. 2)
liefert (unten) #p,. Der Vorgang dürfte wohl ohne weitere Erklärung nach dem
Vorangegangenen verständlich sein. Da jedoch statt der früheren 6 Ordinaten
nur die halbe Anzahl (3) Verwendung findet, ist der Winkelabstand der Radien
in Fig. 2 nunmehr 120° (statt 60° in Fig. 1). Für die übrigbleibenden drei un-
geraden Ordinaten u,, ug, u, ist laut Gleichung (29) sowohl p,” als auch q,” zu
bestimmen, Außerdem muß beachtet werden, daß die Analyse dieser drei Größen
harmonische Konstituenten liefert, die sich auf das Koordinatensystem X” X” und
die darauf Senkrechte Y”Y” beziehen. Die Summe der Projektionen der von O
(Fig. 3) aus aufgetragenen 3 Ordinaten Ou,, Ou;, Oug auf X” X” bzw. Y” Y“ liefert
apı“, 3qı”, und zwar, wie man der genanıten Figur entnimmt, beide negativ,
Die von Gleichung (29) geforderten Operationen sind in Fig. 4 ausgeführt.
MN =: 4 [pi + pi” cos 60° — q,” sin 60°] ist tatsächlich dem in Fig. 1 gefundenen
IK = 3p, gleich.
2, Die Gleichungen (29) wurden unter der Voraussetzung abgeleitet, daß
kK< ist. Diese Beschränkung in der Berechnung höherer Glieder wollen wir
Fie. 23
Fig. 4.
60°
- BE
Da qisin 60°
_ Sept”
lim)
a N
FU
„Out,
L_OF__ OE,
TE
im folgenden beseitigen, Wir unter-
scheiden zwei Unterfälle: n= 2m
und n == 4m, d.h. n sei entweder
eine gerade Zahl, deren Hälfte (m)
ungerade ist, oder n sei eine gerade,
überdies durch 4 teilbare Zahl, also
auch ihre Hälfte (m) noch eine gerade Zahl. Die im nachstehenden gegebenen
Formeln gelten in beiden Fällen; wenn n jedoch durch 4 teilbar ist, so läßt
sich für das m-te Glied eine sehr einfache Gleichung angeben. ;
Wir wollen auf der rechten Seite der Gleichungen (29) statt des Index und
Faktors k m—k einführen, hingegen auf der linken Seite den Index k bei-
behalten. Das gelingt dadurch, daß man in (25) und (26) statt k m—k setzt
und die neu gewonnenen Gleichungen mit den ursprünglichen vergleicht.
Pain