Maurer, H.: Echolotung bei geneigtem und stark bewegtem Bodenprofil,
Die Größe der Fehler kennzeichnet die folgende Tabelle I:
Tabelle 1
«9%
Abstand
Lotort | von B
‚afe | Echo- Fehler
Tiefe | stand labsot.| 9a
Lotort
Abstand | m Echo- Fehler
von B | Tiefe | abstand Pr 07
(N U, 0 € 3971 05
1040.2 3855| 3.7 D 4366 2000
1928,6 71.4} 3.7 | € 4967 [1288
2000 o 1 0 B 5583 1500
Ist der Graben schmaler, wie es in der Figur das gestrichelte Profil
A, B, E, G, B,B, anzeigt, so wird die volle Grabentiefe überhaupt nicht mehr er-
ljotet. Die Tabelle I nimmt nun folgende Form an:
Tabelle Jl.
} vv 1000
U }. 280 | 10787
D | 3566 | 2000
E 3841 ‘2000
Lotort |
Abstand
von B
Tiefe
Echo- | Fehler
abstand absol. | 0%
Lotort |
Abstand
von B
Tiefe
Echo- | Fehler
Abstand :absol.] %
1853.7 1463| 7.9
16248 | 128.3] 7.9
1500 0 0
B 0 000 !000 ü 0 E | 3841 2000
C 280 ‚1078.7| 1010.2 | 385 3.7 & | 4442 [1753.|
D | 3566 [2000 19286 | 714 | 37 Il @’' | 5058 [|1500
T 3610 12000 | 19374 | 62.6 | 3.2
Ein größerer Echoabstand als 1937.4 m wird num nicht mehr erhalten; und
sein zugehöriger Lotort T, der hier noch eben über dem Rand der Grabensohle
liegt, würde bei etwas steilerem Grabenanstieg außerhalb der Grabensohlenzone
fallen.
Daß Bodenneigungen von solchen Beträgen öfter vorkommen, zeigen die
Echolotungen des Forschungsschiffes „Meteor“ unzweifelhaft, Nahe beieinander-
liegende Lotungen von stark wechselnder Tiefe lassen nun mit-
unter Schlüsse zu, wie die Echotiefen mindestens abgeändert
werden müssen, um den wahren Tiefen näher zu kommen. Fig. 2
verdeutlicht das Beispiel Nr. 6 aus der Tabelle III,
In den Punkten A bzw. B, die um 1080 m auseinander-
liegen, wurde der Echoabstand h, — 2150 m bzw. hy = 1650 m
gefunden. Die Echostellen müssen also liegen für A auf dem
Kreisbogen 1 (eigentlich auf der Kugel) mit Radius h, und für B
auf dem Kreisbogen 2 mit Radius 1650. Wäre B, senkrecht
unter B Echostelle, so hätte man in A einen kleineren Echo-
abstand als 2150 m = AA, = AB, = AB; loten müssen, Da in A
2150 m gelotet wurde, muß die wahre Tiefe in B mindestens
= BB, = 1860 = V2150°—1080? sein, und andererseits die Echo-
stelle für B mindestens Fig. 3
bis Ba verschoben wer- - 3 ©
den, so daß zur Distanz ;
AB, =1420m die Tiefe
B,B; = 1615 gehört.
Ein zweites Bei-
spiel gibt Fig. 3, - Die
von. „Meteor“ in den
Punkten A bis H (Ge-
samtentfernung 7020 m) gemessenen Echo-
abstände wachsen von 570 bis 38350 m; die
mit ihnen als Halbmesser geschlagenen aus-
gezogenen Bogen a bis h zeigen, daß die
Tiefen in E, F, G merklich größer als die Echoabstände sein
müssen. Außerdem treten die Kreisbogen e und g gar nicht
aus dem Innenraum ihrer Nachbarkreise heraus.. Man wird deshalb innerhalb
der entstehenden kleinen Kreisbogendreiecke die Punkte I und K als Echostellen
annehmen, und die Echoabstände als mit Beobachtungsfehlern behaftet so ändern,
Ann. d. Hydr, usw. 19286, Heft IX, 2