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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Maurer, H.: Echolotung bei geneigtem und stark bewegtem Bodenprofil, 
Die Größe der Fehler kennzeichnet die folgende Tabelle I: 
Tabelle 1 
«9% 
Abstand 
Lotort | von B 
‚afe | Echo- Fehler 
Tiefe | stand labsot.| 9a 
Lotort 
Abstand | m Echo- Fehler 
von B | Tiefe | abstand Pr 07 
(N U, 0 € 3971 05 
1040.2 3855| 3.7 D 4366 2000 
1928,6 71.4} 3.7 | € 4967 [1288 
2000 o 1 0 B 5583 1500 
Ist der Graben schmaler, wie es in der Figur das gestrichelte Profil 
A, B, E, G, B,B, anzeigt, so wird die volle Grabentiefe überhaupt nicht mehr er- 
ljotet. Die Tabelle I nimmt nun folgende Form an: 
Tabelle Jl. 
} vv 1000 
U }. 280 | 10787 
D | 3566 | 2000 
E 3841 ‘2000 
Lotort | 
Abstand 
von B 
Tiefe 
Echo- | Fehler 
abstand absol. | 0% 
Lotort | 
Abstand 
von B 
Tiefe 
Echo- | Fehler 
Abstand :absol.] % 
1853.7 1463| 7.9 
16248 | 128.3] 7.9 
1500 0 0 
B 0 000 !000 ü 0 E | 3841 2000 
C 280 ‚1078.7| 1010.2 | 385 3.7 & | 4442 [1753.| 
D | 3566 [2000 19286 | 714 | 37 Il @’' | 5058 [|1500 
T 3610 12000 | 19374 | 62.6 | 3.2 
Ein größerer Echoabstand als 1937.4 m wird num nicht mehr erhalten; und 
sein zugehöriger Lotort T, der hier noch eben über dem Rand der Grabensohle 
liegt, würde bei etwas steilerem Grabenanstieg außerhalb der Grabensohlenzone 
fallen. 
Daß Bodenneigungen von solchen Beträgen öfter vorkommen, zeigen die 
Echolotungen des Forschungsschiffes „Meteor“ unzweifelhaft, Nahe beieinander- 
liegende Lotungen von stark wechselnder Tiefe lassen nun mit- 
unter Schlüsse zu, wie die Echotiefen mindestens abgeändert 
werden müssen, um den wahren Tiefen näher zu kommen. Fig. 2 
verdeutlicht das Beispiel Nr. 6 aus der Tabelle III, 
In den Punkten A bzw. B, die um 1080 m auseinander- 
liegen, wurde der Echoabstand h, — 2150 m bzw. hy = 1650 m 
gefunden. Die Echostellen müssen also liegen für A auf dem 
Kreisbogen 1 (eigentlich auf der Kugel) mit Radius h, und für B 
auf dem Kreisbogen 2 mit Radius 1650. Wäre B, senkrecht 
unter B Echostelle, so hätte man in A einen kleineren Echo- 
abstand als 2150 m = AA, = AB, = AB; loten müssen, Da in A 
2150 m gelotet wurde, muß die wahre Tiefe in B mindestens 
= BB, = 1860 = V2150°—1080? sein, und andererseits die Echo- 
stelle für B mindestens Fig. 3 
bis Ba verschoben wer- - 3 © 
den, so daß zur Distanz ; 
AB, =1420m die Tiefe 
B,B; = 1615 gehört. 
Ein zweites Bei- 
spiel gibt Fig. 3, - Die 
von. „Meteor“ in den 
Punkten A bis H (Ge- 
samtentfernung 7020 m) gemessenen Echo- 
abstände wachsen von 570 bis 38350 m; die 
mit ihnen als Halbmesser geschlagenen aus- 
gezogenen Bogen a bis h zeigen, daß die 
Tiefen in E, F, G merklich größer als die Echoabstände sein 
müssen. Außerdem treten die Kreisbogen e und g gar nicht 
aus dem Innenraum ihrer Nachbarkreise heraus.. Man wird deshalb innerhalb 
der entstehenden kleinen Kreisbogendreiecke die Punkte I und K als Echostellen 
annehmen, und die Echoabstände als mit Beobachtungsfehlern behaftet so ändern, 
Ann. d. Hydr, usw. 19286, Heft IX, 2
	        
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