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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Kalitin, N, N.: Messung des Salzgehaltes von Lösungen mittels der photoelektrischen Methode, 335 
Bei diesem Versuch war der Salzgehalt nur bis zur Höhe-von 0.5%, gebracht 
worden; es erschien nun erwünscht, den Verlauf der Kurve auch bei größerer 
Steigerung der Konzentration zu bestimmen. Versuch Nr. 9 diente diesem Zweck. 
Die Anordnung unterscheidet sich von der vorigen nur darin, daß zu dem 
Photoelement die Potentialdifferenz von 8 Volt statt 4 Volt hinzugefügt wurde. 
Die fünfprozentige NaCl-Lösung wurde wieder sorgfältig durchfiltriert und zum 
destillierten Wasser in Mengen von 10 bis 15 ccm hinzugegossen, Einzelheiten 
sind der Tabelle 2 zu entnehmen. 
Auch in diesem Fall war nach dem Versuch die Lösung ebenso durchsichtig wie 
vor dessen Beginn. Wiederum konnte die Methode mittels der benutzten Apparate 
Konzentrationsänderungen bis zu 0.1°/,g feststellen. Ein Teil der Kurve des Ver- 
suches Nr. 9 ist in Fig, 2 eingetragen; die ganze Kurve findet sich in Fig. 3. — 
Wie ist aber die Tatsache zu erklären, 
daß die Lösung während der ganzen Zeit 
durchsichtig bleibt, und daß die Stärke 
des Photostromes mit dem Steigen der 
Konzentration der Lösung abnimmt? 
Je mehr Salz im Wasser aufgelöst ist, 
desto weniger durchsichtig wird die 
Lösung; diese Verminderung der Durch- 
sichtigkeit ist jedoch für das Auge nicht 
wahrnehmbar, da sie sich im uwltra- 
violetten Teil des Spektrums vollzieht, 
für den das Auge unempfindlich ist; das 
Photoelement aber weist gerade in 
diesem Bereich des Spektrums die größte 
Empfindlichkeit auf, wie aus Fig. 4 zu 
ersehen. Daß das wirklich der Fall ist, wird durch die photographische Auf- 
nahme der Spektra der Transmission, die in Fig. 5 wiedergegeben ist, illustriert. 
Das Bild zeigt folgendes: Ganz oben befindet sich das Spektrum der Licht- 
Fie, 5 quelle selbst, d. h. der 
sb Pointolitlampe; es er- 
streckt sich von 340 uw 
bis zum äußersten Rot, 
etwa 800 un. DasSpek- 
trum derselben Licht- 
quelle, welches durch 
das Gefäß mit destil- 
ijjertem Wasser photo- 
graphiert ist, wird, wie 
man sieht, an der ultra- 
violetten Seite ver- 
kürzt; es beginnt erst 
bei350uu; die Strahlen 
von 340 u x bis 350 4 
werden mithin vom 
Wasser absorbiert, 
Weiter unten folgen 
4 Spektren derselben 
Lichtquelle, die durch 
. | Salzlösungen von 1%, 
bis 4%, Stärke aufgenommen sind, Sie zeigen deutlich, daß mit der Zunahme des 
Salzgehalts auch der vom Wasser absorbierte Teil des ultravioletten Spektrums 
zunimmt; jedoch vollzieht sich alles im Bereich des Spektrums bis 400 uw, d. h. in 
dessen für unser Auge nicht wahrnehmbaren Teil. Aus Fig. 4 ist zu ersehen, 
daß die Empfindlichkeit des Auges, nach E. Thürmel, bei 430 u beginnt (die 
punktierte Kurve). Die Aufnahmen der Fig, 5 sind auf „Ilford special rapid 
panchromatic plates“ mittels eines Quarzspektrographen gemacht worden. 
MM
	        
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