334 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1926,
Dann wurde der Schirm entfernt, so daB das Licht nach seinem Durchgang
durchs Gefäß auf die Empfangsfläche des Photoelements fiel und einen Ausschlag
des Galvanometers hervorrief, der festgestellt wurde. Die betreffende Ablesung
gilt also für destilliertes Wasser. Gewöhnlich beruhigt sich das Galvanometer
nach Änderung der Stärke des Photostromes micht gleich, sondern erst nach
etwa 1—2 Minuten, Bewährt hat sich das Verfahren, das Instrument nach Be:
ginn der Messung in gewissen Zeitabständen, z. B, alle 3 Minuten, abzulesen,
HE
Fig. 2.
Abflesung des Galvanometers, Skala zum Versuch Nr, &
186 16 ann
dB
„1
%
280
DZ
200 295 30 08
Ablesung des Galvanometers, Skala zum Versuch Nr, 9,
Endlich wurden 10 cem der oben erwähnten fünfprozentigen Salzlösung zu
dem destillierten Wasser hinzugegossen, die Mischung sorgsam mit einem Glas-
stäbehen umgerührt und nach 3 Minuten die Ablesung des Galvanometers vYor-
genommen, Dann er- Fig. 3.
folgte eine abermalige
Hinzufügung von 10
som der Salzlösung, er-
neute Ablesung usw.
Nach der letzten Ab-
lesung wurde das Licht
wieder abgeschirmt und
gine Kontrollablesung
der Nulleinstellung ge-
macht, Einzelheiten
über diesen Versuch
enthält Tabelle 1, die
nach den Spaltenüber-
schriften ohne weiteres
verständlich ist. Die
Werte der Spalte 6 er- A tt ak Ach,
geben sich durch Multi. * a A „nn a 280 200 a
plikation der Zahlen in AeSUng vanometers,
Spalte 2 mit der Salzmenge in 1 ccm der Lösung, in diesem Falle also mit 0.05,
Die Tabelle läßt deutlich erkennen, daß mit Zunahme des Salzgehaltes der
Photostrom abnimmt (Spalte 4). Fig. 2 zeigt dies noch anschaulicher; die ge-
strichelte Kurve gilt für den hier geschilderten Versuch Nr. 3, Man sieht, daß
mittels dieser Methode Salzgehaltsänderungen bis zu 0,1%. bestimmt werden
können. Bei Abschluß des Versuches war die Lösung ebenso durchsichtig wie
bei dessen Beginn,