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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

339 Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteorologie, September 1926. 
besondere werden sich Windschaum und Orkanschaum, in der Brandungszone 
auch Windschaum und Brandungsschaum so intensiv miteinander mischen, daß eine 
Trennung nicht möglich ist. Immerhin dürfte es sich empfehlen, die verschiedenen 
Entstehungsweisen auseinanderzuhalten und ihre Einzelheiten genauer zu er- 
forschen, ; . 
Die Photographie bietet heute auch dem Laien ein ausgezeichnetes Mittel, 
zuverlässige Grundlagen für ein genaueres Studium der Schaumbildung beizu- 
bringen, Wo Gelegenheit dazu vorhanden ist, sollten stereophotogrammetrische 
Aufnahmen vorgenommen werden, namentlich von hochgelegenen Stellen aus, die 
ein größeres Stück der Meeresfläche zu überblicken gestatten. Wir dürfen hoffen, 
daß die verschiedenen, jetzt unterwegs befindlichen ozeanographischen Expeditionen, 
insbesondere die Deutsche Atlantische „Meteor“-Expedition, reiches Material auch 
über das bisher wenig beachtete Problem der Schaumbildung im Meerwasser 
heimbringen werden. 
Messung des Salzgehaltes von Lösungen mittels der photoelektrischen 
Methode. 
Von N. N. Kalitin, 
In meiner Abhandlung: „Anwendung des photoelektrischen Effekts zur 
Messung der Durchsichtigkeit des Wassers“ im Oktoberheft 1925 dieser Zeitschrift 
wies ich darauf hin, daß man die photoelektrische Methode dank ihrer großen 
Empfindlichkeit und der direkten Abhängigkeit des Photostromes von der In- 
tensität des einfallenden Lichtes mit Erfolg zur Bestimmung der Quantität der 
im Wasser suspendierten Teilchen benützen könne, indem man die Verminderung 
der Helligkeit beim Durchgang des Lichtes durch das Wasser, welches die sus- 
pendierten Teilchen enthält, mißt. 
Indem ich diese Methode weiter bearbeitete, versuchte ich sie zur Messung 
des Salzgehaltes von Lösungen zu benutzen; bei den Untersuchungen verwandte 
ich Kochsalz (NaCl). ; 
Die Anordnung der Experimente war analog der a. a. 0. von mir be- 
schriebenen, Der Unterschied von dem dort angewandten Schema besteht in 
folgendem: als Lichtquelle diente eine punktierte Lampe ä 110 Volt (Ediswans 
Pointolitelampe) zu 500 Kerzen. Der Vorzug des Gebrauchs einer solchen Lampe 
liegt darin, daß die Lichtquelle nur einen kleinen Raum einnimmt. Bei der von 
mir benutzten Lampe wird die Helligkeit von 500 Kerzen von einem Wolfram- 
kügelchen von 3 mm Durchmesser ausgeströmt. Die Lampe wurde von dem 
Strom einer Akkumulatorenbatterie zu 110 Volt betrieben, 
Das Wassergefäß bestand aus verzinntem Messingblech; es war 17,5 cm lang, 
5.5 em breit und 28 cm hoch und faBte bis 2 Liter. Zwei gegenüberliegende 
Fig. 1 vertikale schmale Wände waren 
* ausgeschnitten und durch gutes 
A Glas ersetzt, so daß sich die 17 om 
Li dicke Flüssigkeitsschicht durch- 
x zz leuchten ließ, Hierfür wurde 
Ö =—z eine Kaliumphotozelle in einer 
et EN Wasserstoff - Atmosphäre ver- 
1 eemeeneee wandt. In ein bei a (Figur 1) 
verschlossenes, 11cm langes Glas- 
rohr A führte eine ebenfalls einseitig (bei b) verschlossene Glasröhre B hinein; 
der Raum zwischen beiden Rohren war hermetisch verschlossen. Er war mit 
Wasserstoff unter kleinem Druck (etwa 4 mm) gefüllt; die Fläche b des Rohr- 
endes von B war mit einer Schicht von Kaliummetall belegt. Diese Schicht wurde 
mittels eines Drahtes m, der für die Arbeiten mit dem Photoelement bei d im 
Glas eingeschmolzen war, mit der Kathode der Batterie verbunden. Der innere 
Teil des Rohres A war versilbert mit Ausnahme des Fensters a und spielte die
	        
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