accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Kleinere Mitteilungen, 
8317 
erzielt hat. Vielleicht ist der hohe Pie von Teneriffa ursächlich für diese Erscheinung. Sie läßt sich 
in der Weise erklären, daß die Mittagsstrahlung auf der Insel einen zyklonalen Windgürtel erzeugt 
hat, der, übe fer yon der allgemeinen nordöstlichen Windströmung, von dieser fortgeriesen, den 
Dampfer im Süden von Teneriffa erfaßt hat!). Die Gesamtwetterlage wirkte windstärkend auf den 
Teilwirbel ein, so daß „Polonio“ Orkanstärke vermerken konnte. 
Die Windstärken und Barometerstände am 13. Januar abends auf D. „Polonio“ waren: 
Wetter 
Barometer 
Luft und Wasser 
8h Nm. 749,8 5 ec oP 
10h Nm. 746.1 30 0 q P 
12h Nm. sw | 10/8 751,5 8 ce q 
{ 
Der Schiffsort um 10h Nm. war etwa 26° 50 N-Br., 17° V W-Lg. 
7. D. Halle, D. A. D. G., Kapt. A. Steinorth. MT. 22205. 
Von Port Adelaide nach Suez, 
Am 83. April 1926 auf 21° 22’ N-Br., 37° 52’ W-Lg. (Rotes Meer). Wache von 
12h bis 4h Nm. „Verschiedene europäische Zugvögel (Wiedehopf, Lerche und 
Ziegenmelker) beim Schiff,“ L. Schubart, 
2, Einiges über das Thomson-Patentlot. Nach Veröffentlichungen der 
letzten Zeit aus Fachkreisen über das Behm-Lot scheint dieses allen Anforde- 
rungen zu genügen. Auch der deutsche Name Behm klingt sympathischer als 
Thomson. Das Thomson-Lot ist jedoch noch sehr viel im Gebrauch und wird 
auf Schiffen, auf denen es einmal vorhanden ist, auch wohl noch einige Zeit im 
Gebrauch bleiben; sei es, weil die Neuanschaffung des Behm-Lots bei den 
schlechten Zeiten zurückgestellt wird; sei es, weil man das einmal vorhandene 
Thomson-Lot nicht von Bord geben, es zur Kontrolle gebrauchen oder zur 
Reserve behalten will. Daher wird es sich wohl verlohnen, noch einiges Wissens- 
werte aus der praktischen Erfahrung heraus über das Thomson-Lot zu sagen. 
In Nr. 19 der Hansa wurde auf den Schriftsatz: „Die Ungenauigkeit der 
durch das Thomson-Patentlot ermittelten Wassertiefe“ eingegangen. Es wurde 
arklärt, daß die Zerfetzung des Randes der Entfärbung weniger auf die Druck- 
schwankungen, als vielmehr auf die mechanischen Rucke und Stöße zurück- 
zuführen sei. 
Ob die mechanischen Rucke und Stöße, denen die Glasröhre in der Messing- 
hülse beim Einholen durch das „Springen“ über die Seen ausgesetzt ist, so stark 
werden können, möchte ich bezweifeln, Die mechanischen Rucke und Stöße 
werden beim Herausspringen aus den Seen und beim Hineinspringen des Lots 
in die Seen durch die See selbst meines Erachtens so gemildert und abgeschwächt, 
daß eine Zerfetzung des Randes durch Ruck und Stoß nicht eintreten kann. Die 
Probe wäre jedoch sehr leicht mit einer, sofort nach dem Gebrauch verschlossenen 
und wieder in der Messinghülse dem „Springen“ ausgesetzten, Glasröhre auszu- 
führen. Der Wasserdruck beim „Springen“ des Lots über die See und beim 
Wiedereintauchen könnte leicht, je nach Höhe des Seegangs, bis zu einer Atmo- 
sphäre steigen. Wenn nun dieser plötzliche, wenn auch sehr leichte Druck, auf 
das untere offene Ende der Röhre wirkt, so glaube ich nicht fehl zu gehen in 
der Voraussetzung, daß sich dieser leichte und leichteste Druck in dem, auch 
sehr geringem, Wasser der Wandbenetzung der Glasröhre fortpflanzen wird und 
den Rand der Entfärbung, die klar und scharf aus der Tiefe heraufgekommen 
ist, zerfetzen wird. 
Als vorsichtiger Nautiker wird man natürlich immer den untersten Rand 
der Zerfetzung für die Ablesung zugrunde legen, wenn es sich nur um eine 
Lotung handelt, bei Reihenlotungen muß man aber genaue Tiefen haben. Ob 
nun die Zerfetzung durch Druckunterschied oder mechanische Rucke und Stöße 
hervorgerufen wird oder durch beide Ursachen gleichzeitig, es empfiehlt sich, 
vb 2 Te wöhnt „Einfluß hoher Inseln auf Wind und Wetter in der Umgebung“, Ann. d. Hydr. usw.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.