accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1926, 
b) Von Tientsien. nach Dairen. 
Am 26. Dezember 1925: „Hyochuto (ein F., vgl. Lfv. von 1925, 614) wurde 
bis auf 17 Sm gesehen, (Im Lifv. ist keine Sichtweite angegeben.)“ Gr. 3. Offz. 
e) Von Colombo nach Perim. 
Am 13. Februar 1926, Mittagsort 23° 36’ N-Br., 36° 48’ O-Lg.: „Gegen 11h Ym, 
starke Stromkabbelung; Schiff schor trotz Gegenruders etwa 1)/, Strich aus, 
Abends: Auffallendes, bis gegen 81/,b sichtbar bleibendes Zodiakallicht im Westen,“ 
2. D. Cuba, Hugo Stinnes-Linien, Kapt. Dierks, MT. 22195, 
Von Tampico nach Pensacola, 
Am 26. September 1925, nachmittags nach dem Verlassen von Tampico, hatte 
das Schiff schweren Sturm aus Nordwesten, Stärke 10, mit orkanartigen Böen zu 
bestehen, bis um 7h 30m Nm, plötzlich der Wind nach Südwesten drehte und auf 
Stärke 5 herunterging. Nach den Mexikanischen Wetterkarten handelt es sich 
hier um ein Tief von geringem Umfang, dessen Rückseite die Gegend von Tampico 
bedeckte, Das plötzliche Nachlassen des Windes und Herumgehen nach Südwest 
jst dadurch zu erklären, daß der Dampfer entweder durch seinen östlichen Kurs 
oder durch eine vorübergehende Westwärtsbewegung des Tiefs an die Ostseite 
in Bereich der südwestlichen Winde gekommen ist, wo der Wind weniger schwer 
war. Am folgenden Tage lag das Tief nach der Wetterkarte im südlichen Teil 
des Golfs von Mexiko, und der Dampfer hatte Nordostwind. 
3, D. Alrich, Roland-Linie, Kapt. Zimmermann. MT. 22197. 
Von Antwerpen nach Punta Arenas. ; 
Am 4. Dezember 1925, auf 2° 19’ N-Br., 29° 53’ W-Lg., wurde eine Besteck- 
versetzung von „Ost 36 Sm“ festgestellt, allerdings in zwei Tagen. 
Bem.: Östliche Versetzungen in dieser Gegend kommen oft vor, Hier liegt die Wurzel des 
Guineastromes, die der Kurs der Dampfer in dieser Länge schneidet. 
4. D. Altmark, H. A, L., Kapt. Schröder. MT. 22201, 
Von Antwerpen nach Christobal, 
In der Zeit vom 23, bis 29. Dezember 1925 wurde auf dem Reisewege von 
33° 22’ N-Br., 37° 22’ W-Lg. bis 20° 40’ N-Br., 60° 26’ W-Lg. täglich eine Flaschen- 
post über Bord gesetzt. 
5. D. Steigerwald, H, A. L., Kapt. R. Lewin. MT. 22202, 
a) Von Leizoes nach Pernambueo. 
Am 6. Februar 1926 0h 40m Vm, in etwa 2° 22’ N-Br., 31° 12‘ W-Lg. fiel im 
Nordwesten ein Meteor von der Größe 1/, Mondscheibe; Schiff wurde durch sein 
Licht hell erleuchtet, , 
b) Von Buenos Aires nach Antwerpen. . 
Am 26. März 1926, Wachen von 8b Vm, bis 8ı Nm. „Um 10h passierten einen 
großen Baumstamm von 3m Durchmesser auf 20° 45' S-Br., 39° 39‘ W-Lg. — 
Strichweise viel Treibholz und Seetang, — Stark blühendes Wasser und Strom- 
kabbelung.“ | 
6. D. Cap Polonio, H. 5, D. A. GG, Kapt. E. Rolin, MT. 22203. 
Von Teneriffa nach Rio de Janeiro. ; 
Am 13. Januar 1926, abends nach dem Verlassen von Teneriffa, Wache von 
8h bis 12t Nm.: „Grobe See aus südwestlicher Richtung. Bis 10% Nm. orkan- 
artiger Sturm aus SW mit schweren Regenböen aus Süden, Nach dem Regen 
heiße Luft, Ab 105 aufklarend und abflauend.“ 
Bem.: Aus den Karten des Wetterberichts der Deutschen Seewarte geht hervor, daß seit dem 
11, Januar ein Tief in dem Seeraum zwischen der Straße von Gibraltar und den Azoren lag, das 
Madeira überdeckte und einen Ausläufer bis zu den Canarischen Inseln vorgeschoben hatte, Das Azoren- 
hoch lag ziemlich südlich und. hatte sich so weit nach Westen zurückgezogen, daß die 765 Xsobare 
(10 mm höher als das Tief) auf etwa 25° W-Ig. nach Süden umbog. Am 13, Januar hatte sich das 
Hoch weiter nach Westen zurückgezogen und war nur noch im westlichen Teil des Atlantischen 
Ozeans um die Bermuden herum in der Karte zu erkennen, während der östliche Teil des Ozeans 
von dem Tief, das auch noch ein Teiltief über den Azoren ausgebildet hatte, beherrscht‘ wurde. Im 
Laufe dieses Tages setzte aber ein derartig schnelles Vorschießen des Hochs ein, daß das Tief an die 
afrikanische Küste gedrängt wurde, Während das Hoch sich auf 770 erhöht hatte, hatte sich das 
Tief bis 745 vertieft, Das hierdurch entstandene steile Druckgefälle hatte steife Winde zur Folge, 
Für Windstärke 12, die im Tagebuch vermerkt worden ist, reicht diese Erklärung aus den Wetter- 
karten jedoch noch Dicht aus. Hier muß noch eine örtliche Störung hinzugetreten sein, die die 
Isobaren in der Nähe des Dampfers besonders dicht zusammengedrängt und die hohe Windstärke 
318
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.