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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1926,
heit bilden diese südlichen Versetzungen eine besondere Gefahr, weil vielfach
nicht damit gerechnet wird. Dieses Beispiel zeigt, daß man sich bei der Anlage
des Kurses auch gegen südliche Versetzungen schützen muß. Mehr als 15 Sm im
Etmal sind bei südlicher Versetzung bisher nicht beobachtet.
ec) Von Vadang nach Karachi „19. und 21. April 1925 Tierkreislicht in
WNW und W.“
d) Von Karachi nach Suez. 4. Mai 1925. Mittagsort 25° 45’ N-Br., 35°
22' O-Lg. Wache von 8 bis 12h Nm. „Sichteten das Feuer von Schadwan-Insel
20 Sm außerhalb des angegebenen Feuerkreises, wahrscheinlich durch starke
Luftspiegelung hervorgerufen.“
e) Von Port Said nach Malta. 7. Mai 1925. Mittagsort 32° 49’ N-Br., 28°
95’ O-Lg. Wache von 12 bis 4h Nm. „Dunkler Fleck in der Sonne (Venus).“
f) Von Emden nach Punta Arenas. Am 15. Juli 1925. Mittagsort 40° 31’ S-Br.,
57° 29’ W-Lg. „2b 58m Nm. stoppten Maschine und gaben Proviant an die Vier-
mastbark „Maria“, Valparaiso, ab.“
Viermastbark „Peking“, Kapt. Oelbrich. a) Von Hamburg nach Talcahuano.
Am 9. März 1925. Mittagsort 43° 23’ S-Br., 60° 22’ W-Lg. Nachdem bei schönem
Wetter und nördlichem Wind schon abends vorher im Westen und NW Blitzen
beobachtet war, drehte der Wind gegen 2h 30m morgens nach WSW.
„Starkes Gewitter, anhaltend Regen, 4h 30m bis 6h 15m Vm. Wind dreht
unter Regen und unaufhörlichem Blitzen und Donner in Flaute über Süd—
Ost—NO nach NW zurück, Viele kleine gelbe Motten an Deck des Schiffes,
desgleichen Landvögel verschiedener Art, kleine mit braunem Gefieder und
größere mit schmutzig-graubraunem Gefieder.“
Bem.: Der nächste Punkt des Landes war etwa 140 Sm entfernt.
b) Von Iquique nach Azoren.
Bem.: Vom 17, bis 26. Juni 1925, vor der Umsegelung von Kap Horn in etwa
52° bis 54° S-Br. und 80° W-Lg., hatte das Schiff gegen südöstliche Winde zu
kämpfen, die vom 21. bis 26. Juni sturmartig wehten und Vorwärtskommen un-
möglich machten,
Östliche Winde bei Kap Horn kommen dann vor, wenn die von Westen nach
Osten wandernden Tiefs sich weit nach Norden verschieben. Das Schiff befand
sich an der Südseite einer Depression, die in den Tagen sich anscheinend an der
patagonischen Küste festgesetzt hatte. Meistens aber ziehen die Tiefs so südlich,
daß Kap Horn von westlichen Winden umweht wird.
6. M. S. „Vogtland“, Kapt. Buch. a) Von Suez nach Colombo. 20, April 1925.
Mittagsposition 19° 35’ N-Br., 39° 16’ O-Lg. Wache von 8h bis 12h Vm. „Zwei
Lachtauben, ein Uhu und andere fremdartige Vögel halten sich an Bord auf.“
Wache von 4b bis 8: Nm. „Ein falkenartiger Vogel, ein Sperberpaar sowie
ein Kernbeißer bezogen an Bord Nachtquartier!),“
b) Von Singapore nach Colombo.
Am 29. Juni 1925 in der Malakkastraße, Wache von 4 bis 8b VYm. „Der Süd-
west-Monsun vermag das Massiv des Goldbergs noch nicht zu überwinden.“
Wind: SW 1; Seegang: West !/„; Mittagsposition: 5° 56’ N-Br., 95° 05’ O-Lg.
Nachdem das Schiff aus der Malakkastraße heraus war, setzte stärkerer
Südwestwind 3 bis 4 ein, der am 23. Juli 1925 vormittags bis Stärke 6 an-
wuchs, dann bis Colombo allmählich bis 3 abschwächte.
Am 1.Juli 1925, Wache von 4 bis 8h Nm. „Häufige Bildungen von Schäfchen-
und Ziegenbart-Wolken lassen den gemeldeten starken Monsun erkennbar
hervortreten.“ Mittagsort am 2. Juli 1925: 5° 50’ N-Br., 81° 35’ O-Lg.
„Toledo“, Kapt. W. Müller, von Habana nach Vera Cruz.
a) Am 19, August 1925. Wache von 4 bis 8h Nm. „Bei Sonnenuntergang
‘) Daß bei Eintragung vogelkundlicher Wahrnehmungen Vorsicht am Platze ist, zeigt eine solche
vom 15. Juni 1925 auf der Fahrt von Shanghai nach Hongkong; Mittagsposition 27° 55’ N-Br., 121°
41’ O-Lg., Wache 4 bis 8h Vm,: „Eine Nachtigall singt auf dem Vordeck‘, mit dem eingeklammerten
Zusatz: „wahrscheinlich sitzt dieselbe im Käfig“!
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