rs. Schubert, O.: Wirkungen des Reibungsunterschiedes über See und Land usw. 977
Tabelle 38. .
Parabel L: 7: == 0.0908 (x— 17}
Die stark nach oben her-
ausfallenden Punkte Jever,
Cuxhaven, Nesserland sind
durch eine weitere Parabel
{mit K bezeichnet) von der
Form
72 == 0,13974 (x — 23)
verbunden, der sie mit etwa
8%, Fehler genügen. Hierauf
soll später näher eingegangen
werden.
Schließlich ist noch ein
Punkt eingetragen, der sich
aus einer Arbeit von C. J.
Östman!) über Winde im
Bottnischen Meerbusen er-
gibt. Östman vergleicht
ebenfalls die mittlere Wind-
stärke bei Winden über
6 Beaufort auf Feuerschiffen
mit derjenigen einer Reihe
von Landstationen. Er gibt
jedoch nicht die Entfernung
der einzelnen Station vom
Feuerschiff an, sondern den 4
senkrechten Abstand des Parabel K: y* == 0.13974 (x—23)
Feuerschiffs von der Ver- [Cum e | 51] 3002 112-007] ?
bindungslinie zweier Sta- AR ATST. DE
tionen end hat offenbar die * Nesserland 76 [2.787 12.6691-4-0.068] 8
Werte dieser beiden Stationen nochmals gemittelt. Deshalb sind seine Ergebnisse
nur da vergleichbar, wo zufällig der Abstand beider Stationen vom Feuerschiff
gleich ist. Der so ermittelte Punkt schließt sich unserer Kurve ziemlich gut an.
2. In bezug auf die seitliche Ablenkung.
Der Betrag der seitlichen Ablenkung ist in Tabelle 2 zwar auf zwei Dezimalen
angeführt, wie er sich aus der Berechnung ergab. Wenn man jedoch berück-
sichtigt, daß die Windrichtung von den Stationen nur auf zwei Strich genau
angegeben wird, so wird man Angaben wie 0,21 L und 0.23 R (Löningen) nicht
als verschieden, sondern beide als Null ansehen. Unter dieser Voraussetzung ergibt
sich, daß bei Winden aus N bis WSW einschließlich eine Linksablenkung eintritt,
die — ähnlich wie die Bremsung — fast durchweg bei N ihren maximalen Wert
hat, dann langsam abnimmt und bei WSW ihr Minimum erreicht. Bei SW haben
8 von 13 Stationen, bei SSW haben 12 von 13 eine Rechtsablenkung. Bei den
Stationen, für welche nur die Richtungen N bis W bearbeitet sind, liegt natürlich
das Minimum schon bei W und Rechtsablenkungen fehlen. Die Theorie verlangt
eine Linksdrehung bei abnehmender Geschwindigkeit, also bei Seewinden, eine
Rechtsdrehung bei zunehmender Geschwindigkeit, also bei Winden, die vom Land
aufs Meer wehen, womit die Ergebnisse übereinstimmen,
Verfährt man wie bei der Bremsung, d. h. trägt man die Entfernungen vom
Feuerschiff als Abszissen, die Größe der Ablenkungen bei einer bestimmten Wind-
richtung des Feuerschiffs als Ordinaten auf, so. erhält man wieder eine Schar
einander sehr ähnlicher Kurven. Es ist hier darauf verzichtet worden, eine Formel
für ‚die Beziehung zwischen Ablenkung und Entfernung aufzustellen, da auch diese
nur örtliche Geltung haben und wegen der Uneinheitlichkeit des Gebietes doch
nicht recht befriedigen würde, Soviel kann aber aus der Ähnlichkeit dieser sowie
der Kurven für die Bremsung mit Sicherheit gefolgert werden, daß die relativen
1) €. J. Östman: „Recherches sur les grands vents pres de In cöte sucdoise usw.“ Stockholm
Meddelanden 1922, Bd. I, Nr. 4.
s. Parabel K
s, Parabel K
8. Parabel K