Ekman, W, V.: Können Verdunstung usw. im Meere merkliche Kompensationsströme verursachen? 267
element und mithin mit ds ein Flächenelement des Streifens bezeichnet wird,
so geht daher das über den Streifen erstreckte Flächenintegral des betreffenden
Gliedes
— Gytg BR IE
in das Linienintegral .
KB
— fen sin O ds
über, wobei die Integration in der Stromrichtung erfolgen soll, Nun ist aber,
falls die in diesem Zusammenhange belanglosen Dichteunterschiede unberück-
sichtigt gelassen werden,
sin O ds = Rd; ga Bad,
und wenn außerdem für & sein Wert g/2 wsin g substituiert wird, so kann das
Integral in der Form 9xd
gun ® cos
A) aa
geschrieben werden, Wenn die Integration über den ganzen Streifen erstreckt
wird, fallen die obere und die untere Integrationsgrenze miteinander zusammen.
Falls D” eine Konstante ist (oder auch eine Funktion von @ allein), so ver-
schwindet daher das Integral. Die Erdkrümmung kann also bei gleichförmiger
Meerestiefe die Zirkulation des Verdunstungsstromes nur in dem Maße beein-
Aussen, als die Reibungstiefe in ost-westlicher Richtung veränderlich ist. Die
Wirkung ist eine Vergrößerung der contra solem bpositiv gerechneten Zirku-
lation, wenn die Größe (11) positiv ist, also wenn D” in dem polwärts fließenden
Stromaste größer ist als in dem äquatorwärts fließenden und umgekehrt, Dies
kann auch so ausgedrückt werden, daß wegen der Erdkrümmung die Geschwindig-
keiten des Verdunstungsstromes numerisch verkleinert werden, falls die Reibungs-
tiefe im westlichen Teile des Verdunstungs- oder Niederschlagsgebietes am
größten ist oder umgekehrt.
Wir wenden uns nun zu dem zweiten Gliede auf der linken Seite von (5).
Dieses Glied verschwindet, wenn D” konstant ist. Durch den Ansatz (6) erhält
85 dagegen die Form: ;
Pa Art Gy 06 _ Oz— Ey 0G ;
GA Öx G Öy
In einer noch einfacheren Form kann es geschrieben werden, falls wir in jedem
einzelnen Punkte eine mit der Stromrichtung G&G gleichgerichtete E&-Achse und
eine zu derselben contra solem senkrechte z-Achse benutzen. Dann ist!)
FadG_9G
ÖE du)
Von dem ersten Gliede 36@/0E bilden wir in derselben Weise wie oben das
Flächenintegral, indem wir mittels Niveaulinien das Integrationsgebiet in schmale
ringförmige Streifen zerteilen und zuerst über diese Streifen integrieren. Dabei
ist £& als die Bogenlänge des Streifens in der Stromrichtung zu betrachten,
Werden k, % und e& in demselben Sinne wie oben benutzt, und wird die Be-
ziehung dk/dgy = —k/tg @ berücksichtigt, so findet man
0öG_ _ knde kn de
ÖE U @ de etggp dE
and für das über ein Streifen erstrecktes Flächenintegral
0G gu [ de gn [cos
Feeds Sf fen On de.
Das letzte Integral verschwindet aus demselben Grunde wie das Integral (11),
und zwar unabhängig von den Gesetzen für D”, so daß auf der rechten Seite
das erste Glied allein zurück bleibt. Das Vorzeichen dieses Gliedes kann in
ähnlicher Weise wie für das Glied (11) geschätzt werden. Es entspricht einer
Verstärkung des Verdunstungsstromes, wenn die Niveaulinien im westlichen Teile
des Gebietes dichter liegen (d. h. wenn das & kleiner ist) als im östlichen und
(11)
) „Über Horizontalzirkulation usw." S, 24.