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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Ekman, W. V.: Können Verdunstung usw. im Meere merkliche Kompensationsströme verursachen? 265 
Die-Bedeutung der verschiedenen Bezeichnungen, £ und 8 ausgenommen, sind 
dabei die gewöhnlichen. Es ist also R der Erdradius, r das Oberflächengefälle 
and k=g/2wsing. Die xz-Achse soll nach Osten und die y-Achse polwärts ge- 
legt sein. 
5 Die Gleichungen bleiben auch in dem Falle gültig, daß die oberen Wasser- 
schichten nicht homogen sind. Nur muß dann unter dem Staustrome der Strom 
verstanden werden, der ohne Wind entstehen würde, falls die Grenzflächen zwischen 
den verschiedenen Wasserschichten sämtlich mit der Meeresoberfläche parallel 
gestellt werden, und das Oberflächengefälle gleichzeitig so abgewogen wird, daß 
der Druckgradient im homogenen Tiefenwasser dabei unverändert wird, Unter 
y und yy sollen die Komponenten des so veränderten Oberflächengefälles ver- 
standen werden. Werden der so definierte Staustrom und der reine Triftstrom 
yon dem tatsächlichen Strome abgezogen, So bleibt der „Konvektionsstrom“ zurück. 
Eliminiert man aus den beiden Gleichungen (3) zuerst div y und dann mittels 
der Gleichungen 
kyam= — Oyi kyy= Go, 
auch y, und y,, So ergibt sich 
url A476 + 0 —(Gz— a) a Ss" Pa (5) 
6. Damit die Meeresoberfläche unveränderlich bleibe, muß sowohl nach Vor- 
zeichen wie nach Größe div S gleich der Differenz Niederschlag — Verdunstung 
sein, diese Differenz in Wasserhöhe pro Zeiteinheit gemessen, indem die Dichte 
des Regenwassers = 1 angesetzt werden darf. Gebiete, wo div S > 0, wollen wir 
kurzweg Niederschlagsgebiete, wo div S < O0 dagegen Verdunstungsgebiete nennen; 
in beiden Fällen wollen wir schlechtweg als Verdunstungsströme die Stauströme 
bezeichnen, die der Bedingung genügen, daß div S” gleich der Differenz Nieder- 
schlag — Verdunstung ist. Unter den „Stromlinien“ sollen dabei die Stromlinien 
des Tiefenstromes verstanden werden. Dieselben decken sich mit den Niveau- 
linien der Meeresoberfläche., 
Sofern die Meerestiefe konstant angesetzt werden kann, würde die GL (5) 
prinzipiell dazu benutzt werden können, die „Verdunstungsströme*“ zu berechnen. 
Sie enthält aber einen so wesentlichen Unsicherheitsfaktor: die Größe der unteren 
Reibungstiefe D”, daß von einer einzigen, unbedingt gültigen Lösung nicht die 
Rede sein kann. Für den Ansatz 
D'=606, (6) 
wobei die Sekunde als Zeiteinheit vorausgesetzt wird, können gewisse Gründe 
angeführt werden‘), Wir wollen vorerst diesen Ansatz benutzen, und wir multi- 
plizieren die Gl. (5) mit @&. Vernachlässigt man die Unterschiede in geographischer 
Breite, setzt mithin das letzte Glied gleich Null und führt man ferner die 
Bezeichnung RO 
zw = 65 
ein, so ergibt sich 
G eu G-4+ (6x + 0995 — (62 — Op Sm — 8. 
In dem vollkommen symmetrischen Falle (Fig. 2), wo die Niveaulinien kon- 
zentrische Kreise sind, ist G@ eine Funktion des Zentrumabstandes >=) (2 +y% 
allein. Die obenstehende Gleichung reduziert sich dann auf 
1 dG . 
FO, 
wo das Zeichen -L- oder — benutzt werden soll, je nachdem die Bewegung cum 
sole oder contra solem vor sich geht, d, h. (unter Voraussetzung, daß ö überall 
dasselbe Vorzeichen hat), je nachdem ö positiv oder negativ ist. Für 6 konstant 
wird die Lösung 
G=V+ 2 «Yr- 
8) 
1) Über Horizontalzirkulation usw. S. 17, 
Ann. d. Hydr. usw. 1926, Heft VIL
	        
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