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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1926. 
Auszug aus dem Tagebuch des Dampfers „Albert Ballin“, 25. Ausreise. 
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Standort des Dampfers am 19. März bh 25m 
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Mittagsnosition: 41° 43’ N-Pr., 50° 09' W-Lg. 
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Standort am 26. März 5b 31’ Vm. 41° ? 
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W. Ullrich, 2. Offizier, D. „Albert Ballin“, Hamburg-Amerika-Linie, 
3. Die Ungenauigkeit der durch das Thomson-Patentlot ermittelten 
Wassertiefe. Viel ist geschrieben und gesprochen worden, besonders in letzter 
Zeit, über die Unzuverlässigkeit des Thomson- Patentlots, über die Ungenauigkeit 
der Ablesungen, indem die Grenze der Entfärbung in der Glasröhre keinen 
scharfen Strich aufweist, sondern eine starke Zerfetzung zeigt. Man ist im Zweifel, 
soll man den oberen oder den unteren Rand der Zerfetzung für die Ablesung 
zugrunde legen, oder soll man aus beiden das Mittel nehmen. Seit langen Jahren 
habe ich mich intensiv mit der Lotmaschine und den Lotungen beschäftigt. Die 
Unmöglichkeit, eine genaue Ablesung bei einer wissenschaftlich als richtig fest- 
stehenden Tatsache zu erhalten, hat mir stets zu denken gegeben. Mit manchem 
Berufskollegen gemeinsam habe ich viele Versuche gemacht. 
Wir steckten zwei Glasröhren in eine Messinghülse, wir benutzten zwei Messing- 
hülsen mit je einer Glasröhre und ‚mit je zwei Glasröhren., Wir befestigten die 
Messinghülsen ausnahmsweise und in unrichtiger Weise am Lot selbst, und an 
dem Taustropp in verschiedenen 2 bis 5 m langen Abständen vom Lot, hatten 
also mit einem Lotwurf zwei bis vier Glasröhren in die Tiefe gebracht, bei 
möglichster Verschiedenheit der Anbringung der Messinghülsen, um eine möglichst 
verschiedene Entfernung der einzelnen Glasröhren vom Boden des Bleilots zu 
erreichen. Wir hatten alle möglichen Kombinationen in Anwendung gebracht 
und waren natürlich stets der Vorschrift gefolgt, das untere Ende der Röhre 
beim Einholen und Tragen auch richtig nach unten zu halten. Das Resultat war 
meistens: eine Verschiedenheit der durch die einzelnen Glasröhren abgelesenen 
Wassertiefen bis zu 10 m und darüber. Wir hatten also absolut kein Vertrauen 
zum Patentlot und gingen wieder zur gemerkten Leine nach der guten alten Art 
über, wenn es wirklich auf eine genaue Lotung ankam.
	        
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