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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Defant, A.: Gezeiten und Gezeitensträmungen im Roten Meer, 191 
Tabelle 4, Theoretische M,-Gezeit und die dazugehörigen Gezeitenströmungen im Roten Meere. 
Quer- | % 
schnitt! em 
*%* 
bez. auf 
OQOreeaw. 
Beobachtungen 
% 
Ort | em 
x. 
bez, auf 
Oreenw 
5%) 
vn 
Phase 
Orade 
| en | Phase 
om sec) 1| Grade 
4o 
81 ı 
158 | 
183 
{54 
74 
506 
41 
7 
82 
— 322 
Ss 281 
— 292 
(28,5) #70 
— 198 
(32,5) 142 
— 152 
— — m 1084 
Assab (37,5) 78 | 2820 3890 
— — — | 2546 
Perim (39) . 360 130 | 2304 
') Positiv gegen Süden, — % Positiv gegen Norden. 
Figur wie Tabelle zeigen eine befriedigende Übereinstimmung sowohl was 
Amplitude als auch was Phase betrifft; bei diesem Vergleich ist zu bemerken, 
daß die Theorie an Annahmen nichts anderes enthält als die Bedingung des Mit- 
schwingens der Wassermassen des Roten Meeres mit der äußeren Gezeit. Weiter 
ist noch keine Rücksicht auf eventuelle Querschwingungen genommen, die aller- 
dings wegen der geringen geographischen Breite einerseits und wegen der geringen 
horizontalen Verschiebungen andererseits im Mittelteil des Meeres sehr klein und 
daher fast bedeutungslos werden. Die etwas zu große Amplitude von Massana 
erklärt sich wohl aus der Lage der Station in einer kleinen Bucht mit geringen 
Tiefen. 
Die Berechnung der Gezeitenströmungen in der Straße von Bab-el-Mandeb 
gestattet, die theoretischen Werte von Amplitude und Phase der Gezeitenströmung 
mit den Beobachtungen zu prüfen, Die Stelle, an der die 15tägigen Beobachtungen 
ausgeführt wurden, liegt sehr nahe dem Querschnitt 38,5; bei diesem hat die 
M,-Tide eine theoretische Gezeitenströmung von der Form 37.0 cos (ot — 211.4°, 
wobei zu bemerken ist, daß die + Richtung der Strömung gegen Norden gerichtet 
ist. Berechnet man aus den in Tabelle 1 für die verschiedenen Tiefen gegebenen 
Werten mit Berücksichtigung der den einzelnen Werten zukommenden Gewichte 
die mittlere Amplitude für den ganzen Querschnitt, so erhält man dafür 38.0 em sec 1, 
Die mittlere Phase der Strömung, -+ gegen Norden gerichtet, ist bezogen auf 
Greenwich 210°. Die beobachtete Gezeitenströmung der M,-Tide hat demnach 
die Form 38,0 cos (ot — 210°), 
Die Übereinstimmung ist demnach vollkommen. Die Tabelle 4 zeigt auch, 
daß in der Straße bis zur Höhe von Assab die Größenordnung der Strömung 
dieselbe bleibt; beim Querschnitt 38 (der kleinste der Reihe) steigt sie bis über 
50 cm sec—]1, fällt aber dann rasch auf kleinere Werte, die von derselben Größen- 
ordnung wie die beobachteten sind, Am Querschnitt 34, d. i. südlich von Kamaran, 
wird der Nullwert erreicht; nördlich davon ist die Strömung von umgekehrter 
Richtung, doch bleibt für eine weite Strecke nordwärts die Amplitude der Strömung 
kleiner als etwa 3 cm sec—!, Auch dieses Ergebnis stimmt mit den Messungen 
der italienischen Expedition überein, 
Ganztägige Tide K,ı. Aus dem Potentialausdruck der fluterzeugenden Kraft 
findet man als eintägige Komponente der Kraft für einen mittleren Punkt des 
30.9 
29.6 
28.0 
25.4 
218° 
18.4 ' 
14.1 
10.7 
f 6.0 
9 18 
21 33. 
23 9,7 
25 16.6 
27 21.6 
79 28.0 
51 ] 33,2 
33 375 
35 36.1 
37 | 21,7 
38 11.4 
38.5 | 23,8 
39 36.0 
1989 
130 
121 
JA1l 
141 
ad 
180 
a1 
7 
5 
DA 
Shadwan (Querschn, 0,5) 
Koseir ( ® 3 ) 
25.4 
219 | 
117% 
112° 
289° 
50% 
306 
310 
308 
209 
10 
10 
1 
%1ı 
54] 
“rl 
312 
413 
14 
320 
138 
130 
% 
21.4 | 
139 | 
199 
34 
26 
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8 
3
	        
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