Defant, A.: Gezeiten und Gezeitensträmungen im Roten Meer, 191
Tabelle 4, Theoretische M,-Gezeit und die dazugehörigen Gezeitenströmungen im Roten Meere.
Quer- | %
schnitt! em
*%*
bez. auf
OQOreeaw.
Beobachtungen
%
Ort | em
x.
bez, auf
Oreenw
5%)
vn
Phase
Orade
| en | Phase
om sec) 1| Grade
4o
81 ı
158 |
183
{54
74
506
41
7
82
— 322
Ss 281
— 292
(28,5) #70
— 198
(32,5) 142
— 152
— — m 1084
Assab (37,5) 78 | 2820 3890
— — — | 2546
Perim (39) . 360 130 | 2304
') Positiv gegen Süden, — % Positiv gegen Norden.
Figur wie Tabelle zeigen eine befriedigende Übereinstimmung sowohl was
Amplitude als auch was Phase betrifft; bei diesem Vergleich ist zu bemerken,
daß die Theorie an Annahmen nichts anderes enthält als die Bedingung des Mit-
schwingens der Wassermassen des Roten Meeres mit der äußeren Gezeit. Weiter
ist noch keine Rücksicht auf eventuelle Querschwingungen genommen, die aller-
dings wegen der geringen geographischen Breite einerseits und wegen der geringen
horizontalen Verschiebungen andererseits im Mittelteil des Meeres sehr klein und
daher fast bedeutungslos werden. Die etwas zu große Amplitude von Massana
erklärt sich wohl aus der Lage der Station in einer kleinen Bucht mit geringen
Tiefen.
Die Berechnung der Gezeitenströmungen in der Straße von Bab-el-Mandeb
gestattet, die theoretischen Werte von Amplitude und Phase der Gezeitenströmung
mit den Beobachtungen zu prüfen, Die Stelle, an der die 15tägigen Beobachtungen
ausgeführt wurden, liegt sehr nahe dem Querschnitt 38,5; bei diesem hat die
M,-Tide eine theoretische Gezeitenströmung von der Form 37.0 cos (ot — 211.4°,
wobei zu bemerken ist, daß die + Richtung der Strömung gegen Norden gerichtet
ist. Berechnet man aus den in Tabelle 1 für die verschiedenen Tiefen gegebenen
Werten mit Berücksichtigung der den einzelnen Werten zukommenden Gewichte
die mittlere Amplitude für den ganzen Querschnitt, so erhält man dafür 38.0 em sec 1,
Die mittlere Phase der Strömung, -+ gegen Norden gerichtet, ist bezogen auf
Greenwich 210°. Die beobachtete Gezeitenströmung der M,-Tide hat demnach
die Form 38,0 cos (ot — 210°),
Die Übereinstimmung ist demnach vollkommen. Die Tabelle 4 zeigt auch,
daß in der Straße bis zur Höhe von Assab die Größenordnung der Strömung
dieselbe bleibt; beim Querschnitt 38 (der kleinste der Reihe) steigt sie bis über
50 cm sec—]1, fällt aber dann rasch auf kleinere Werte, die von derselben Größen-
ordnung wie die beobachteten sind, Am Querschnitt 34, d. i. südlich von Kamaran,
wird der Nullwert erreicht; nördlich davon ist die Strömung von umgekehrter
Richtung, doch bleibt für eine weite Strecke nordwärts die Amplitude der Strömung
kleiner als etwa 3 cm sec—!, Auch dieses Ergebnis stimmt mit den Messungen
der italienischen Expedition überein,
Ganztägige Tide K,ı. Aus dem Potentialausdruck der fluterzeugenden Kraft
findet man als eintägige Komponente der Kraft für einen mittleren Punkt des
30.9
29.6
28.0
25.4
218°
18.4 '
14.1
10.7
f 6.0
9 18
21 33.
23 9,7
25 16.6
27 21.6
79 28.0
51 ] 33,2
33 375
35 36.1
37 | 21,7
38 11.4
38.5 | 23,8
39 36.0
1989
130
121
JA1l
141
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180
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7
5
DA
Shadwan (Querschn, 0,5)
Koseir ( ® 3 )
25.4
219 |
117%
112°
289°
50%
306
310
308
209
10
10
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312
413
14
320
138
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%
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139 |
199
34
26
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8
3