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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Fischer, F, A.: Die Funkbeschickung bei längsgeneigtem Schiff, 169 
Die Funkbeschickung hat also auch bei längsgeneigtem Schiff als 
Funktion der Funkseitenpeilung den viertelkreisigen Charakter eines 
„reinen DD“ 
Für die Praxis ist wichtig, daß auch bei längsgeneigtem Schiff die 
Funkbeschickung in den vier Hauptrichtungen Null ist, 
Aus Formel (3) ist ersichtlich, daß 
, Din = D—_u 
ist, d.h. die Funkbeschickung hat für vorliche und achterliche Neigung dasselbe 
Vorzeichen, Auch hier besteht keine Analogie zum Magnetkompaß, dessen durch 
Längsneigung hervorgerufene Deviation sich bekanntlich bei vorlicher oder achter- 
licher Neigung im entgegengesetzten Sinne ändert. ; 
Für kleine u lautet Formel (3) mit 008 u == 1—-&- 
k 
Da m mg“ 
2+k— > 
Da k positiv ist, so zeigt der Vergleich mit dem Ausdruck für das un- 
geneigte Schiff _—__ x 
0.7 A Z+FE ’ 
daß im allgemeinen Du>D sein wird. 
Während also im allgemeinen die Funkbeschickung durch Krängung 
kleiner wird, wird sie durch Längsneigung größer. 
Auch bei fehlender Rückwirkung des Schiffes tritt, allein wegen der Längs- 
neigung u, eine sehr kleine viertelkreisige Funkbeschickung auf. 
Formel (3) ergibt für diesen Fall (k == 0) 
Du = Cr 
denselben Fehler, aber entgegengesetzten Vorzeichens, der bei Horizontalpeilung 
mit einer optischen Peilscheibe durch Peilscheibenneigung hervorgerufen wird. 
Die durch die Längsneigung hervorgebrachte Änderung der Funkbeschickung ist 
2(1— cos u) 
Du — Da m 
+ 3{1 4 577) 
Sie ist um so größer, je kleiner k ist. Aber selbst für k = 0 (das ist der 
Fall des durch eine Längsschiffsschleife kompensierten Bordpeilers) ist diese Än- 
derung der Funkbeschickung sehr klein und macht bei u == 10° noch nicht 0.5° aus. 
Die durch Längsneigung eines Schiffes hervorgerufene Anderung der Funk- 
beschickung kann also in allen praktisch vorkommenden Fällen vernachlässigt 
werden. — 
Herrn Ministerialrat Professor Dr. Maurer danke ich für seine Ratschläge 
beim Lesen des Manuskripts. 
Die Entwicklung des Schiffskompasses in Sage und Geschichte. 
Von W. Busch, II. Offz. d. Hamburg-Amerika Linie. 
(Schluß.) 
Während des 15, Jahrhunderts gewinnt der Kompaß in der Seefahrt immer 
mehr an Boden; sein Besitz mächte die Schiffahrt, die bis dahin nur zum größten 
Teil Küstenschiffahrt gewesen war, immer unabhängiger von Landmarken, erlaubte 
ihr nunmehr den Blick weiter hinaus schweifen zu lassen und verhieß Befriedi- 
gung des im Innern eines jeden Menschen vorhandenen Verlangens nach Er- 
forschung des Unbekannten. 
Aus diesem Verlangen heraus entstanden die kühnen Unternehmungen der 
großen Entdecker, oder besser vielleicht der großen Abenteurer jener Zeit, die 
das Weltbild von Grund aus umgestalten sollten.
	        
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