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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

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Lux 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1926, 
Ständige Verfolgung der Atmungsphasen durch laufende (wenn auch infolge 
der Summenbildung etwas nachhinkende) Herstellung ausgeglichener Wetter- 
karten und Isallobaren nach dem Muster des ersten Teils der vorliegen- 
jen Arbeit, 
Tägliche Sonnenphotographie. Diese Forderung ist schon vor 44 Jahren von 
Fischer vergeblich gestellt worden. Möchte sie nicht wieder ungehört ver- 
hallen! Ebenso wichtig wie die Übermittlung täglicher Wettermeldungen 
der ganzen Erde ist die radiotelegraphische Meldung über den genauen 
Zustand der Sonnenflecken durch jene Observatorien, die wegen günstiger 
Bewölkungsverhältnisse ihre Sonnenaufnahme machen konnten, So muß jede 
Wetterdienststelle eine lückenlose Reihe täglicher vermessener Sonnenbeob- 
achtungen haben. 
Berücksichtigung der Mondkonstellation im Zusammenhang mit dem Stande 
der Fleckentätigkeit. 
Nach weiterer Erforschung der hier wahrscheinlich gemachten Einwirkungen 
der Planeten auf Sonnenflecken und Wetter werden auch sie nicht mehr vernach- 
‚ässigt werden dürfen. Kurz: die Wettervoraussage wird im Einvernehmen zwischen 
Meteorologen und Astronomen gemacht werden müssen. Daraus scheint zu folgen, 
daß die Sternwarten die künftigen Stätten des Wetterdienstes sein werden. 
Die Funkbeschickung bei längsgeneigtem Schiff. 
Von Dr. F. A, Fiseher in Kiel. 
Im Anschluß an den Aufsatz über die Funkbeschickung bei gekrängtem Schiff 
in Heft III Ifd. Jahrgangs dieser Zeitschrift (S. 114ff.) soll im folgenden der Ein- 
Auß einer Längsneigung des Schiffes auf den Verlauf der Funkbeschicekung unter- 
sucht werden. 
Das Schiff ersetzen wir wieder bezüglich seiner 
Rückwirkung auf den Peilstrahl durch eine induktive 
Längsschiffsschleife, in deren Außenfeld der Peil- 
rahmen steht, Für die praktisch vorkommenden 
Neigungen können wir annehmen, daß das horizontal 
qjuerab gerichtete Rückstrahlfeld seine Größe 
kKHcosp und Richtung nicht ändert. (H ist der 
magnetische Vektor der unter dem Steuerbord- 
winkel p zwischen Wellennormale und Längsschiffs- 
schleife einfallenden ebenen elektromagnetischen 
Welle.) Nur die Achse MP des Peilrahmens wird 
um den Winkel u geneigt und kommt in die Lage 
MP,. Gepeilt wird das resultierende Feld R. 
Die Funkseitenpeilung bei Neigung O sei qg. 
Sie berechnet sich aus der wahren Peilung p nach der Formel 
tg ae = btgp wo bei PS Sr . ist. 
Die Funkseitenpeilung mit dem gekrängten Peiler sei q. Zwischen den vier 
aufeinanderfolgenden Stücken 
XO0OPP=9°4+q, u, XP P0=90°—q und PO = 
besteht in Dreieck P, OP die Beziehung ; 
COS U COS (90 — 4g) == sin u cot 90° — sin (90 — qua) cot (90 + q) 
oder 08 u sin do = 00% 4a tg q 
oder tg q = co8u tg do. 
eingesetzt ergibt tgq = beosutgp 
Du sin 2 q 
oder tg£ PT Dog 
_ 1—cosu-+k 
De = su 
2 
+3 
13T
	        
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