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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

150 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1926, 
und von dem Maximum bei 365, welches wohl hauptsächlich der Jahresperiode 
entspringt, ab, so erhalten wir: 
als Maxima-Abstände: 95, 120, 125 Tage, 
„ Minima- # : 100, 100 wo 
Als Mittel des Hauptrhythmus ergibt sich aus den Abständen 108 Tage. 
Das zweite Beispiel (1920—22), namentlich die geglättete Kurve D zeigt einen 
ausgesprochen rhythmischen Temperaturverlauf. Es liegen Maxima bei 90, 170, 
250, 310, 355 und 465 Tagen, 
Die Maxima-Abstände sind: 90, 80, 80, 60, 45, 110 Tage. 
die Minima- » »„ ; 70, 70, 60, 65, 80, 75 
Die Rhythmen schwanken also zwischen 45 und 110 Tagen und betragen 
im Mittel 73.7 Tage. 
Die Gründe für den Unterschied im Rhythmus zwischen beiden Perioden 
werden sich im weiteren Verlauf der Untersuchung ergeben, 
6. Häufigkeit einzelner Wellenlängen im Temperaturverlauf 1892-—1921. 
Alle bisher angewandten Methoden erstreckten sich nur auf beschränkte Zeit- 
räume, Um feststellen zu können, ob auch bei Untersuchung längerer Zeiträume 
gewisse Rhythmen bei der atmosphärischen Atmung bevorzugt sind, mußte eine 
einfachere Methode gewählt werden, die doch auch der grundsätzlich verlangten 
- Voraussetzungslosigkeit über Kon- 
Ne 4. ufigkeit der Rhythmenlängen m 
von Temperaturextremen. zu den nächeten zleiehsinnigen stanz und Kohärenz der Rhythmen 
im Winter- und Sommerhalbjahr, entsprach. Es wurde folgender Weg 
. —— gjngeschlagen: 
___Sommer____ Als Grundwerte wurden die Pen- 
0 nn Mae er taden - Temperaturanomalien von 
+90 19711991 1991 Wien aus den 30 Jahren 1892—1921 
verwendet. Zur Tilgung der kleinen 
Rhythmen wurden übergreifende 
Summen über 7 Werte, also 35 Tage, 
gebildet. Diese Summenwerte wur- 
den durch eine Kurve verbunden, 
Von einer Mittelbildung wurde ab- 
gesehen, weil es nur auf die Lage 
; der Extreme, nicht auf die Ampli- 
v tude ankam. Die so entstandene 
0 2 Kurve diente zur Grundlage der 
(05 . 211 1010 folgenden Auszählungen. Natürlich 
110 a 10 1])0 |2 12 4 können die Ergebnisse wieder nur 
5 | v | 0 | 1 | 1 1 3313| 1 auf 4 3 Tage genau sein. Nun 
120 ]01110)1)0 2 0 ® wurde — getrennt für jedes Jahr- 
zehnt — ausgezählt, wie oft jede Wellenlänge von 45 bis zu 120 Tagen einerseits 
innerhalb des Winter-, anderseits innerhalb des Sommerhalbjahres vorkam. Das 
Ergebnis zeigen Tabelle 4 und Fig, 3. 
Es muß ausdrücklich hervorgehoben werden, daß die Länge der Wetter- 
rhythmen von nun an im allgemeinen immer auf Pentaden abgerundet 
wird, ohne daß dies jedesmal wieder erwähnt wird. Zur ersten Orientierung 
über die Länge der bei der Atmung vorherrschenden Rhythmen, die durch die 
vorliegende Untersuchung angestrebt wird, genügt diese Annäherung vollständig. 
Wir finden in den Sommern aller Jahrzehnte ein Maximum zwischen 55 und 
60 Tagen, dessen genauerer Wert nach der Gestalt der Summenkurve nahe an 
55 etwa bei 56 liegen muß. Im Winter tritt ein Maximum an derselben Stelle 
auf, nur scheint der häufigste Rhythmus zwischen 55 und 60 Tagen zu schwanken, 
im zweiten Jahrzehnt kürzer, im dritten länger zu sein, 
Außer diesem Rhythmus tritt ein anderer am häufigsten auf, der überein- 
stimmend in allen Jahrzehnten im Winter 70, im Sommer 75 Tage mißt. Das 
bedeutet eine Verkürzung der Welle im Winter um 6 bis 7% Denselben Betrag 
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