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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1926, 
„Tabelle 1, 
Wellenlänge: 40, 43, 44, 45, 50, 52, 53, 55, 56, 58, 60, 61, 65, 66, 67, 68, 70 Tage, 
Häufigkeit %: 2, 2, 2, 14 6 2, 2, 6 8 2 2 412, 2 2 2 4 
Wellenlänge: 73, 75, 77, 85, 90, 91, 93, 95, 100 Tage. 
Häufigkeit %: 2, 2, 2, 10, 4 2 2, 2 2 
Häufigkeitsmaxima liegen also. bei 45, 56, 65 und 85 Tagen. 
2. Länge der Atmungsperioden nach den Isallobarenkarten, 
Aus der Ähnlichkeit je zweier, um vier Termine voneinander abstehender (also 
in gleicher Höhe der Tafeln stehender) Isallobarenkarten der Tafeln 5—9 wurde 
geschlossen, daß jede vierte Karte angenähert die Wiederholung der Ausgangsphase, 
vier Teilperioden zusammen also eine Wetterwelle bilden. Der zeitliche Abstand 
zwischen je zwei analogen Terminen wird demnach einen weiteren Anhaltspunkt 
für die Länge der Atmungsrhythmen bieten. Diese Abstände sind: 
A bis E: 58 Tage. E bis I: 58 Tage. 
B „ F:55 F „ K:ö5 
C nn GG: 638 „- 
D „H;:;61 ı 
Das Mittel aus diesen Abständen beträgt: 58.3 Tage. Interessant sind 
auch nebenbei die Perioden, auf welche sich die einzelnen Isallobarenkarten be- 
ziehen, im Vergleich mit den analogen: 
A bis B: 22 Tage. | E bis F: 19 Tage. I bis K: 16 Tage. 
B „ C:10 FF G:17 K „ L:28 
C „ D:10 G „ H: 8 
D „„ E:16 Ho” I:13 
Es macht den Eindruck, als ob einige Teilperioden beim Übergang zum Sommer 
ständig wachsen, andere ständig abnehmen würden. Es wäre möglich, daß eine 
solche Regel den Atmungsmechanismus beherrscht, jedenfalls wird es gut sein, diese 
Frage bei der Untersuchung größeren Materials nicht aus dem Auge zu verlieren, 
3. Länge der Perioden aus Isochronen zusammengehöriger Luftdruckextreme, 
Die aus Tafel 5—9 ersichtliche Tatsache, daß manche Druckänderungen sich 
[ortpflanzen (von Westen nach Osten über die Kontinente), ließ eine Darstellung der 
Verhältnisse in Isochronen der Druckextreme zweckmäßig erscheinen. Es wurden 
dabei zwei klare Wellen verwendet. Zu jeder Station wurde in Fig. 1 in die linke 
Karte (a) das Datum des Maximums, in die rechte (b) das des Minimums eingetragen 
und die Orte gleichzeitigen Eintreffens verbunden. Diese Darstellung muß aller- 
dings mit Vorsicht behandelt werden, weil die Zuordnung zusammengehöriger 
Extreme unvermeidlich etwas subjektiv ist, und weil wir es auch noch mit stehenden 
Wellen zu tun haben, für welche diese Darstellung nicht ganz sinngemäß ist, 
Da die wandernden Druckschwankungen immer im W oder NW der Kontinente 
beginnen, und am Ostrand enden, so wurde das Gebiet, in welchem die eurasische 
Druckschwankung beginnt, mit B (Beginn), das, in welchem sie endet, mit E (Ende) 
bezeichnet. Analog sind die Gebiete Amerikas mit B’ und E’ bezeichnet. Außer- 
dem wurden noch die gleichen Termine in den nebeneinander stehenden Karten 
durch gleiche Strichart hervorgehoben: der stark ausgezogenen Isochrone des 
20. Februar in der linken Karte 1a entspricht die gleich ausgezogene in der rechten 
Karte 1b. Das heißt: während das Druckmaximum bis zur Ostküste Eurasiens 
{in 1a} fortgeschritten war, ist auf der Isochrone des 20. Februar in der rechten 
oberen Karte (1b) das folgende Minimum eingetreten. Die gleichen Termine der 
Karten 1b und 2a sind durch eine geperlte Kurve gezeichnet. 
Aus diesen Karten ist schon zu ersehen, daß wir es vorwiegend mit stehenden 
Wellen zu tun haben, Der Druck beginnt auf der Karte 1a fast gleichzeitig zu 
Fallen in einem Gebiet, das von Grönland bis Ekaterinburg reicht. Bis dieser Fall 
vom nordwestlichen Teil Eurasiens auf den südöstlichen übergreift, müssen 28 Tage 
vergehen (Ekaterinburg: 12. Jänner bis Tomsk: 9. Februar). Dann aber tritt 
wieder am ganzen restlichen Teil des Kontinents der Fall gleichzeitig ein. Zur 
selben Zeit ist der Druck in dem ganzen Gebiet, wo er früher gefallen war, schon
	        
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