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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Kleinere Mitteilungen. 
1927 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Aus den meteorologischen Schifs-Tagebüchern der Deutschen Seewarte. 
1. D. „Westphalia‘“, H.-A. L., Kapt. Graalfs. 
a) Von New York nach Queenstown, 
Am 12, Oktober 1925 auf 43° 27' N-Br., 46° 58’ W-Lg.: „Eule an Bord.“ 
Bem.: Der nächste Landpunkt war Cap Race, die Südostecke von Neufundland etwa 300 Sm entfernt, 
b) Von Queenstown nach Halifaz. 
Am 7. November 1925, Mittagsort 45° 46’ N-Br., 50° 34’ W-Lg., Wache von 
8 bis 12h Nm.: „Etwa 10» lang Nordlicht gesichtet, etwa */, Stunde vor C-Auf- 
gang bei klarem Himmel und sehr feuchter Luft,“ 
2. D. „Wasgenwald“, H.-A. L., Kapt. C. Dehnicke. 
a) Von Rio de Janeiro nach Bahia Blanca. 
Am 29. September 1925, Mittagsort 32° 45,5’ S-Br., 51° 53' W-Lg., Wachen 
von 4b bis 8a Vm, und Oh bis 4b Nm.: „Verfärbtes Wasser (braun), Seehunde, 
Kaptauben, Möwen.“ 
b) Von Bahia Blanca nach Amsterdam. 
Am 30. Oktober 1925, Mittagsort 18° 39’ S-Br., 38° 33’ W-Lg.: „2 Seeschwalben, 
1 Albatroß letzte Begleiter.“ 
Bem.: Auf dieser Reise finden sich auf den Wachen von 8% bis 12b sehr ausführliche Ein- 
tragungen über Wetterbeobachtungen. Als Beispiel sei folgendes gegeben: 
Am 31. Oktober 1925, Mittagsort 15° 14’ S-Br., 36° 44’ W-Lg., Wache von 8% 
bis 12h VYm.: „Im Osten starke Niederschläge sichtbar. „Wolke vom Dienst“ be- 
deckt, von 11h 50m bis 12b 20m, die Sonne.“ 
Bem,.: Dadurch entging dem Schiff die Meridianbreite. 
Wache von 8b bis 12h Nm.: „8h 30m Wind NO, 9h 0m ONO, Häsige Kimm, 
über ganzen Himmel ganz dünner Schleier. Rings am Horizont strat, im NO 
Ansammlung von cu, Von NO nach West ziehende Niederschläge in Sichtweite. 
10h von NO Regenbö (d) mit bezogenem Himmel, dann aufklarend, Wind NOzN.“ 
3. D. „Antonio Delfino“, H. S. D. G, Kapt. F. Sachse. 
a) Von Lissabon nach Rio de Janeiro. 
Am 5. August 1925 auf 1° 47’S-Br., 30° 23’ W-Lg. Besteckversetzung S74°W 33 Sm. 
Bem.: Auch am folgenden Tage auf 6° 44’ S-Br., 32° 53’ W-Lg. wurde 8S75°W 27 Sm Be- 
steckversetzung gefunden. Solche Versetzungen in dieser Gegend kommen oft vor, auffällig ist nur, 
daß sie bei verhältnismäßig flauem Südostwind, Stärke 4, auftraten; aber Stromversetzungen sind Fern- 
wirkungen von Ursachen, die außerhalb des Bereichs der Beobachtung des einzelnen Schiffes liegen, 
b) Fon Santos nach Montevideo. 
Auf dieser Fahrt vom 11. bis 14. August 1925 hatte „Antonio Delfino“ 
26 Stunden dichten Nebel. Es war teils still, teils flau mit anfangs südlichen, 
dann nordöstlichen Winden nicht über Stärke 2, 
c) Von Buenos Aires nach Hamburg. . 
Am 9. September 1925 auf 13° 50’ N-Br., 23° 21’ W-Lg.: „Um 3b Nm. passierten 
Stellen schwarz-braun verfärbten Wassers.“ ; 
4. D. „Albert Vögler“, Hugo Stinnes A.-G., Kapt. W. Ziegenmeyer. 
a) Von Colombo nach Port Swettenham. 
Am 24. Juli 1925, Wache von 8h bis 12h Nm. : „Strom setzt etwa 2 Kn. auflandig.“ 
Bem.: Das Schiff hatte gegen 4b Nm. Colombo verlassen und befand sich um 10h 37m in etwa 
9 Sm Abstand querab von Point de Galle. Der dort gefundene starke auflandige Strom ist eine Wirkung 
des SW-Monsuns, der zu dieser Jahreszeit im Indischen Ozean herrscht, Ganz besonders ist diesem 
Strom die Westküste von Ceylon ausgesetzt, hauptsächlich die Strecke zwischen Colombo und Point 
de Galle, so daß man gut tut, sich in ausreichendem Abstand von ihr zu halten, Näher als 5 Sm darf 
man auf keinen Fall an die Küste nordwestlich von Point de Galle herankommen, da sie unrein ist. 
b) Von Miri nach Hoilo. 
Am 7. August 1925, Mittagsort 8° 37’ N-Br., 119° 14’ O-Lg., Wachen von 125 
bis 8h Ym.,, von 4h bis 8h Nm,: „Viel treibendes Kraut gesichtet. Antrafen eine 
treibende Insel im Umfange von 10 bis 15 m mit einer Kokospalme. Zeitweise 
starke Stromkabbelungen. Treffen viele Sträucher und Baumstämme.,“ 
5. D. „Liebenfels‘, Hansa-Bremen, Kapt. Karl Schwarz, 
Von Calcutta nach Suez, 
Am 24. November 1925, Mittagsort 10° 58’ N-Br., 57° 45’ O-Lg., Wachen von 
4b bis 12° Nm.: „Bis 10h abends 30 Sm westlich versetzt, dann Strom NW setzend.“
	        
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