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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1926, 
Aus Fig. 2 lesen wir nun die Beziehung zwischen d und c ab 
sind H 1 
sin(c—d)  kHeosp kr cwsp 
Nach d aufgelöst ergibt dies . 
tr d— ne 
5 kı‘ cos p + cos € 
Setzen wir (4) in (3) ein, so entsteht 
wq _ cos € 
twq*  ki’cosp-+cose 
Nun ist aber in dem rechtwinkligen Kugeldreieek CBO 
05 C=c08pcosi, 
Setzen wir dies in (5) ein, so erhalten wir 
tg gr 1. 
ig. = 189° ori 
In dem rechtwinkligen Kugeldreieck P,BO ist schließlich 
+ _ tgP 
WI” = & 
Dies in (6) eingesetzt ergibt: 
© a rn an nach f=p-—4q aufgelöst: 
Jain 2q x i’-+- cosi—1 
f= 1— Dieos2q miß Die rd cosi 1 0% 
Wir haben also als Resultat den Satz: 
Die Funkbeschickung hat auch bei gekrängtem Schiff als Funktion 
Funkseitenpeilung den viertelkreisigen Charakter eines „reinen D“ 
Für die Praxis ist wichtig, daß auch bei gekrängtem Schiff die Funk- 
beschickung in den vier Hauptrichtungen Null ist. 
Da mit i auch &ı verschwindet, so geht Gleichung (7) für i==0 in die 
Formel (14) der oben zitierten Arbeit nn das ungekrängte Schiff 
DT 
über. Da aus Symmetriegründen k4ı=K_1 
ist, so ist nach Gleichung (7) auch 
D+i= D—i, 
d. h. die Funkbeschickung hat für Backbord- und Steuerbord-Krängung dasselbe 
Vorzeichen. Es besteht also hier keine Analogie zum Magnetkompaß, dessen 
Krängungsdeviation sich bekanntlich bei Backbord- und Steuerbord-Krängung im 
entgegengesetzten Sinne ändert. is 
Für kleine i schreibt sich Formel (7) mit cos i = 1 —- = 
ki — > 
Dar 
ki’ — 5 +2 
Vergleicht man diesen Ausdruck mit dem. für das ungekrängte Schiff 
EN 
und bedenkt, daß k positiv und NS ist, so sieht man, daß im allgemeinen 
Di < 
sein wird. Bemerkenswert ist schließlich noch, daß auch bei fehlender elektrischer 
Rückwirkung des Schiffes, allein wegen der Krängung i des Peilrahmens eine 
gehr kleine viertelkreisige Funkbeschickung entsteht. Sie berechnet sich aus 
‚=  =— Formel (7), wenn darin k/ = 0 gesetzt wird, zu 
19 TV = are sin Di Dies 
Der durch Krängung einer optischen Peilscheibe her- 
vorgerufene Peilfehler der Horizontalpeilung ist genau so 
groß, aber entgegengesetzten Vorzeichens. ; 
Nebenstehende Tabelle gibt einen Überblick über seine 
Größe. Er macht also erst bei 15° Krängung 1° aus. 
5° 0° 6 
10° 0° 26 
13° 1° 
20° 19 47 
309 4° 7 
40° 60 45
	        
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