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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Spiess: Die Deutsche Atlantische Expedition auf d. Vermessungs- u, Forschungsschift „Meteor“, 89 
An Pilotballonaufstiegen wurde fol- 
gende Anzahl erzielt: 
A Folgende Registrieraufstiege wurden 
bisher ausgeführt: 
Zahl der 
Zahl Aufstiege 
der Mittl.. — Max,- 
Auf- | Höhe 5 ' 8 ) öhe 
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aufstiege 
Strecke 
Strecke 
a & A - @ 
® u E X 
3 EHE 28 
m m 
Probefahrt ..., 13 5220| 4 | 3 14700 
Kanal_La Plata | 50 ] 5020 | 19 | 11 ı16800 
Profil 1,,.. | 58 (1500| 4 | _— | 8320 
Profil 1%; | 69 |14160| 20 9 16200 
Prof LIT, .;; | 42 [3400| 11 | 4 12800 
A N 
m X 
Probefahrt ‚ . ....0.+ 4 BO 14800 
Reise Kanal-Buenos Aires 35001 1 5000 
Profil I 0.00 kauen 29001 — © — 
A 140801 — -— 
Profil III = 204 run 2890] — — 
Profil IV Ve kl 3300] — — 
Auf den südlichen Profilen, wo Wind und Wolken ein Verfolgen der Ballone 
mit dem Schiff und ein Wiederauffinden der mitgegebenen Instrumente nicht 
gestatten, konnten Registrierballonaufstiege nicht gemacht werden; die Methode 
wird besonders in den Subtropen und Tropen zur Anwendung kommen, 
Fi 
Die Deutsche Atlantische Expedition 
auf dem Vermessungs- und Forschungsschiff „Meteor“. 
IL Die akustischen Tieiseelote, 
Von Oberleutnant zur See Freiherr v, Recum, 
Als die Hinaussendung des Vermessungsschiffes „Meteor“ der Reichsmarine 
zu einer großangelegten zweijährigen ozeanischen Forschungsreise spruchreif 
warde, war man sich darüber klar, daß dem Schiffe auch die neuesten Mittel für 
die Tiefseelotung mitgegeben werden mußten; hatten doch bereits die Amerikaner 
mit einem akustischen Lotapparat auf einer Fahrt über den Nordatlantischen 
Ozean die Eignung für den praktischen Gebrauch erprobt und ein gelungenes 
Querprofil des Meeresbodens erhalten. 
Die erste praktische Ausführung der schon älteren Erkenntnis, durch das 
Echo vom Meeresboden die Tiefe zu messen, hatte der Physiker A, Behm nach 
langen Vorversuchen durch die Konstruktion. des Behm-Lots zu einem vor- 
Jäufigen Abschluß gebracht‘), Jedoch die ungünstige wirtschaftliche Lage, in 
der sich Deutschland nach dem Kriege befand, und die Unmöglichkeit, in kurzer 
Zeit von einem deutschen Hafen auf Orte großer Meerestiefe zu gelangen, hatten 
es verhindert, das Behm-Lot in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit als 
ausgesprochenes Tiefseelot so durchzukonstruieren, daß es für die Ausrüstung des 
„Meteor“ noch in Frage kam®). Es lag ja in erster Linie das Bestreben vor, für 
die praktische Schiffahrt ein brauchbares akustisches Lotmittel zu erhalten, das 
die geringen Tiefen bis etwa 200 m zuverlässig anzeigt. 
Deutschland konnte jedoch, wenn es nicht als rückständig gelten sollte, keine 
ozeanische Expedition lediglich mit dem Drahtlot hinaussenden, und so mußten 
Mittel und Wege geschaffen werden, auch die Deutsche Atlantische Expedition 
mit einem akustischen Tiefseelot auszurüsten. Auf Anregung der Marineleitung 
im Anfang des Jahres 1924 erklärte sich die Signalgesellschaft in Kiel 
bereit, ein Echolot zu konstruieren und lieferte dieses noch vor der beabsich- 
tigten Probefahrt des „Meteor“ im Januar 1925 an Bord. In Anbetracht der 
kurzen für die Entwicklung und Erprobung des „Signallots“ zur Verfügung 
2. Val, B. Schulz, Geschichte und Stand der Entwicklung des Behm-Lots, Ann. d, Hydı 
1924, Heft XI und XII; 1925 Heft IX. 
4) An Bord „Meteor“ befindet sich ein „Behm- Lot“, Type II, für Tiefen bis 750 m.
	        
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