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Volltext: Jahresbericht 1928

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1928. 
43 
Von der Flughafenvervvaltung wurden an Stelle des Raumes in dem Funk 
gebäude zwei Räume im Anschluß an die Halle 10 zur Verfügung gestellt. 
Die Einrichtung der wissenschaftlichen Flugstelle war am 9. Januar so weit 
fortgeschritten, daß von diesem Tage an der regelmäßige Aufstiegsbetrieb durch 
geführt werden konnte. Der Flugstelle standen die bereits im Vorjahre be 
nutzten zwei Flugzeuge zur Verfügung: ein einsitziger Doppeldecker Fokker D VII 
und ein doppelsitziger Eindecker Junkers A 20. Zur Durchführung eines be 
sonderen Nachtaufstiegprogrammes wurde für die Zeit von Anfang September 
bis Mitte Oktober vom Reichsverkehrsminister eine Junkers A 35 mit der er 
forderlichen Ausrüstung überwiesen. Die Wartung und Pflege der Maschinen 
lag in den Händen der Beamten der Luftaufsicht auf dem Flughafen Hamburg- 
Fuhlsbüttel. 
Die Aufgabe der wissenschaftlichen Flugstelle ist die regelmäßige Sondierung 
der Atmosphäre möglichst bis Höhen über 5000 m. In erster Linie dienen die 
Flüge dem Luftverkehr, indem durch die Angabe der Sichtverhältnisse in den 
verschiedenen Flughöhen, der genauen unteren und oberen Wolkengrenzen und 
der Schichten mit starker Luftunruhe die Flugberatung der Flugwetterwarten 
wesentlich unterstützt wird; ferner dienen sie der Diagnose der Wetterlage im 
Flugwetterdienst und im sonstigen Wetterdienst und der Beschaffung von Be 
obachtungsmaterial aus den höheren atmosphärischen Schichten zur eingehenden 
wissenschaftlichen Bearbeitung namentlich auch im Rahmen der internationalen 
Terminaufstiege. Auch auf technische Beobachtungen wie die Leistung des 
Flugzeuges unter geringer Luftdichte, Kontrolle der Instrumente zur Anzeige 
der Quer- und Längsneigung, der Höhe und der Geschwindigkeit sowie auf die 
Erprobung von Sauerstoffgeräten wurde auf Wunsch des R. V. M. besonderer 
Wert gelegt. Durch die Möglichkeit der Teilnahme an den Höhenflügen als 
Beobachter war Meteorologen, Studierenden der Technischen Hochschule Hannover 
und den Kursusteilnehmern bei der Flugwetterwarte und der Luftaufsicht reiche 
Gelegenheit geboten, ihre Kenntnisse über den Aufbau der Atmosphäre durch 
eigene Beobachtungen zu bereichern. 
Im Berichtsjahre wurden 234 Höhenaufstiege und 39 Wetterflüge, insgesamt 
also 273 Flüge, ausgeführt. Die Verteilung auf die einzelnen Monate und auf 
die verschiedenen Wetterlagen zeigt folgende Zusammenstellung: 
I 
II 
III 
IV 
V 
VI 
VII 
VIII 
IX 
X 
XI 
XII 
Jahr 
Hochaufstiege: 
Flüge bei heiterem Wetter 
2 
8 
13 
10 
0 
4 
6 
1 
5 
3 
4 
4 
66 
Bei lockerer Wolkendecke 
2 
4 
7 
5 
4 
5 
7 
3 
14 
3 
— 
1 
55 
Bei geschlossener ,, 
10 
2 
8 
6 
13 
13 
11 
11 
5 
11 
9 
13 
112 
iebelflüge 
1 
— 
2 
3 
f urzeW ettererkundungsf l üge 
— 
— 
2 
1 
3 
2 
3 
4 
2 
2 
7 
4 
30 
vachtaufstiege 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
7 
— 
— 
— 
7 
14 
14 
30 
22 
20 
24 
27 
19 
33 
20 
20 
24 
273 
Die Gründe der Flugbehinderung in den einzelnen Monaten sind folgender 
1 abelle zu entnehmen: 
I 
II 
III 
IV 
V 
VI 
VII 
VIII 
IX 
X 
XI 
XII 
Jahr 
lugbehinderung: 
urch Sonn- und Feiertage 
5 
3 
, 
6 
4 
5 
3 
4 
4 
5 
8 
53 
„ Urlaub, Krankheit, 
Dienstreisen 
7 
9 
6 
22 
,, Maschinenschaden . . . 
— 
4 
— 
I 
— 
— 
2 
— 
— 
1 
— 
— 
8 
Wetter 
5 
8 
3 
1 
— 
2 
1 
i 
— 
— 
7 
— 
28 
17 
15 
3 
8 
6 
6 
8 
13 
4 
11 
12 
8 
111 
Aus der Tabelle geht hervor, daß aus organisatorischen Gründen nur 
36 — 53 — 22 = 291 Tage für Flugzwecke zur Verfügung standen und daß von 
esen 291 Tagen 259 zu Flügen ausgenutzt werden konnten, das sind 89°/ 0 . 
^sonders bemerkenswert ist die große Anzahl der Flüge bei geschlossenen
	        
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