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Volltext: Jahresbericht 1928

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1928. 
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einen eigenen Wintersportdienst im Harz und Deister gegründet, der durch die 
Wetterwarte an die zahlreichen Zeitungen Hannovers übermittelt wird. Auch 
für die übrigen Winter- und Sportberichte aus dem ganzen Reich besteht bei 
den Tagesblättern ein gesteigertes, ungemein reges Interesse. 
G. Lehrtätigkeit. 
Meteorologen der Wetterwarte hielten einen Lehrgang bei der Jungflieger 
gruppe Hannover ab. Zuerst war Dr. Wörner der Lehrer, nach seinem Weg 
gang ersetzte ihn Dr. Kantzenbach. 
In der Zeit vom 6. Februar bis 17. März 1928 hielt Dr. Eckardt einen meteo 
rologischen Unterrichtskursus bei der Luftpolizei Hannover ab. 
Wiederholt wurden von der Luftpolizei einzelne Beamte zur besonderen 
praktischen Unterweisung an die Flugwetterwarte kommandiert, um dann während 
der Sommermonate auf kleinen Flugplätzen und Notlandestellen selbständig 
Wetterbeobachtungen abgeben zu können. 
7. Besuch wichtiger Persönlichkeiten. 
Die Flugwetterwarte wurde häufig besucht und von interessierten Persönlich 
keiten besichtigt. Mehrmals waren Führungen von Offizieren des Nachrichten 
dienstes. 
Am 18. und 19. September weilte Herr Prof. Dr. Neguentzoff aus Bulgarien 
zu Informationszwecken bei der Wetterwarte in Hannover. 
d) Flugwetterwarte Hamburg-Fuhlsbüttel. 
Auch im Jahre 1928 war im Luftverkehr wieder eine Vergrößerung des 
Liniennetzes gegenüber dem Vorjahre zu verzeichnen. Während des Hoch 
sommers waren 19 Maschinen täglich in Hamburg zu beraten, dazu kamen 
sieben Fernberatungen für Travemünde und je eine für Westerland, Wyk und 
Bremerhaven. Unter den in Hamburg selbst startenden Maschinen waren fünf 
Zeitungsmaschinen, die nur mit dem gerade vorliegenden Beobachtungsmaterial 
ohne besondere Streckenmeldungen beraten werden mußten. Im Herbst ging 
dann die Zahl der Starts in Hamburg auf 14, die der Fernberatungen auf acht 
zurück, und im „Randwinter“ (bis 3. Dezember) waren noch sieben Maschinen 
in Hamburg selbst und vier in Travemünde zu beraten. Der Hochwinter 
endlich wies nur noch die vier Strecken nach Kopenhagen (zweimal täglich), 
Hannover, Bremen und Amsterdam auf; in Travemünde wurde der Flugverkehr 
während dieser Zeit ganz eingestellt. Ende November wurde der Flugverkehr 
in Hamburg für etwa 10 Tage ganz stillgelegt, da infolge der starken Nieder 
schläge das Rollfeld Schwierigkeiten bei Start und Landung verursachte. 
Der Personalbestand der Flugwetterwarte blieb zahlenmäßig derselbe wie 
im Vorjahre. Im April trat Dr. Heis an die Deutsche Seewarte zurück; für ihn 
wurde Stud.-Ref. Frank von Abteilung III der Flugwetterwarte überwiesen. 
Dieser wurde dann im November zur Teilnahme an dem Flugmeteorologenkursus 
in Darmstadt beurlaubt, seine Vertretung übernahm Dr. Wörner. 
Gemäß dem Wunsche des Reichsverkehrsministeriums wurde einer der im 
Erdgeschoß liegenden Räume als Piloten-Beratungszimmer eingerichtet und mit 
den entsprechenden Karten ausgestattet. In diesem Raume wurde auch eine 
elektrische Fernablesungseinrichtung für den Böenschreiber angebracht. Höhen 
windmessungen wurden während des Sommers zweimal, im Herbst und Frühjahr 
einmal täglich, angestellt. Es wurden auch versuchsweise einige Doppelvisierungen 
vorgenommen. Mit Beginn des Winterflugplanes wurde die Sammlung der 
Bezirkswettermeldungen aus Nordwestdeutschland, die bisher Hannover durch 
führte, Hamburg übertragen. Die Flugwetterwarte hat also seitdem die Aufgabe, 
die in den „Bezirksflugwetterwarten“, Bremen und Hamburg selbst einlaufenden 
Wettermeldungen an die „Regional-Funkstelle“ Hamburg weiterzuleiten, die sie 
in jeder Stunde zu festgesetzten Minuten ausstrahlt. 
Auch in diesem Jahre konnten Meteorologen und Hilfskräfte der Flugwetter 
warte durch das Entgegenkommen der Luft Hansa verschiedentlich an Strecken
	        
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