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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1928.
amerika“, S. 74; im Märzheft: „Strombeobachtungen im Golf von Mexiko“, S. 97;
im Aprilheft: „Pampero östlich Rio Grande do Sul“, S. 137, „Stürmischer Passat
mit Staubfall“, S. 138; im Maiheft: „Stromversetzungen in der Yucatan-Straße“
und „Zusammentreffen des Labrador- und Golfstromes“, S. 180; im Juliheft:
„Orkan bei den Azoren“, S. 226; im Augustheft: „Stromversetzungen im Golf
von Mexiko und desgl. an der Ostküste Afrika“, sowie „Stromkabbelungen im
Guineastrom“, S. 257; im Septemberheft: „Sturm und starker Sandsturm im
Roten Meer“, S. 293; im Oktoberheft: „Kaltes Auftriebwasser bei Kap Guardafui“
und „Auffallende Stromversetzung südlieli Ceylon“, S. 327; im Novemberheft:
„NO-Winde im südlichen Indischen Ozean“, S. 357; im Dezemberheft: „Wasser
temperatursenkungen bei Kap Guardafui“, S. 400 und „Außergewöhnlich viel
Treibeis im Süden vom Kap der Guten Hoffnung, Anfang 1928“, S. 401. Außer
dem verschiedene andere Auszüge mit kleineren Bemerkungen.
d) Fragebogen und Berichte.
Im Berichtsjahr gingen ein:
Von Mitarbeitern zur See . . . 246 Fragebogen und Berichte.
„ Konsulaten und Behörden . 16 „ „ „
Zusammen . . 262 Fragebogen und Berichte.
e) Monatskarten.
Die Monatskarten für den Nordatlantischen Ozean konnten regelmäßig
erscheinen.
Die Monatskarten für den Südatlantischen Ozean, die im vorigen Jahres
bericht kurz beschrieben sind, sind im Juni 1928 fertiggestellt und der Öffent
lichkeit übergeben worden. Sie sind im Verlage von Eckardt & Meßtorf erschienen.
f) Tägliche synoptische Wetterkarten für den Nordatlantischen Ozean
(Hoffmeyer- Karten).
Diese Karten werden in Verbindung mit dem Dänischen meteorologischen
Institut herausgegeben. Sie geben eine Darstellung der 8 h -Morgenbeobachtungen
der Schiffe auf dem Nordatlantischen Ozean sowie der Beobachtungsstationen
der angrenzenden Länder und enthalten die Winde, Luft- und Wasser
temperaturen und die nach der Luftdruckverteilung gezogenen Isobaren. 29 Jahr
gänge dieser Karten liegen bisher vor; der 30. Jahrgang, der das Jahr 1911 um
faßt, ist in Arbeit und dürfte in einigen Monaten erscheinen.
Zur Zeit sind jedoch Erörterungen im Gange, die Karten nach einem anderen
Gesichtspunkt herzustellen. Die 8 h -Beobachtungen sind nicht synchronistisch.
Der Zeitunterschied z. B. zwischen einem Schiff am westlichen Kanalausgang
und einem an der amerikanischen Küste kann sechs Stunden betragen. Daher
sind die nach diesen Beobachtungen gezogenen Isobaren nicht streng richtig.
Da aber die heutige synoptische Meteorologie eine gleichzeitige Beobachtung
aller Schiffe und Stationen verlangt, können die Karten sich diesem Wunsche
nicht verschließen. Wann aber der Zeitpunkt gekommen sein wird, an dem die
Karten aus Beobachtungen nach einer festgesetzten Greenwich-Zeit hergestellt
werden, läßt sich noch nicht sagen, denn es müssen dazu eine große Anzahl von
Schiffsbeobachtungen vorliegen, die tatsächlich zu der bestimmten Greenwich-
Zeit angestellt sind. Eine Berechnung der Greenwich-Zeit nach dem Schiffsort
und Ermittlung der Barometer- und Thermometerstände aus den benachbarten
beobachteten Ständen durch Interpolation würde keine tatsächliche Beobachtung
sein und den Wert der Karten herabsetzen.
g) „Der Pilote.“
„Der Pilote“ gibt in zwangloser Folge, je nach dem Zustrom neuen Materials,
vollständige Beschreibungen von Häfen und ihren Ansteuerungen, von denen es
deutsche Veröffentlichungen nicht gibt; ferner werden über Gegenden, von denen
es deutsche Seehandbücher gibt, Erfahrungsberichte veröffentlicht. Diese Berichte,
die nach Möglichkeit wörtlich wiedergeg'eben werden, bilden wegen der von den