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Full text: Jahresbericht 1927

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1927. 
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deutscher Sprache durch Finnland, Rußland, Estland und Lettland. Diese Über 
sichten enthalten Anweisungen für die sich der Eisgrenze nähernden Schiffe, 
Angaben über Eis und über den Standort und die Tätigkeit der Eisbrecher und 
andere der Sicherheit der Schiffahrt dienenden Mitteilungen. Schweden verbreitet 
die vorerwähnten Meldungen außer in der Landessprache nur im englischen Text. 
Auf der Eiskonferenz ist ferner vereinbart worden, daß die Staaten in ständiger 
Fühlung miteinander bleiben sollten, um etwaige Mängel im Eisnachrichtendienst 
einander mitzuteilen und, wenn möglich, abzustellen. 
Im deutschen Eisnachrichtendienst ist neu hinzugekommen die funktele 
phonische Verbreitung von Eisübersichten von der deutschen Küste in offener 
Sprache, und zwar dreimal täglich in deutsch und englisch. Alle Rundfunkteil 
nehmer auf Schiffen und am Lande sind in der Lage, diese aufzunehmen. Ferner 
ist eine Vervielfältigung der täglichen Eisübersichtskarte durchgeführt worden, 
so daß diese nun in allen wichtigen Hafenplätzen bei Hafen- und Lotsenbehörden 
eingesehen werden kann und an vielen Stellen, auch in Börsen, zum Aushang 
kommt. Diese Eisübersichtskarten haben außer ihrer Verwertung für die Praxis 
einen nicht unerheblichen wissenschaftlichen Wert. Deutschland und alle anderen 
Staaten verbreiten außerdem, wie früher, funktelegraphische verschlüsselte Eis 
nachrichten, die für die Zusammenstellung einer allgemeinen Übersicht über die 
Eis- und Schiffahrtsverhältnisse eines jeden Landes erforderlich sind. 
Für Auskunfterteilung an alle Schiffahrtsinteressenten übermittelt die Deutsche 
Seewarte täglich die gesammelten Eisberichte an alle Hafen- und Lotsenbehörden 
der wichtigsten deutschen Hafenplätze, an alle Nebenstellen der Deutschen See 
warte, an die Dienststellen der Marineleitung und an 12 Schiffahrtszeitungen 
zwecks Veröffentlichung. Wenn auch der Eisnachrichtendienst im vergangenen 
Jahre Fortschritte zu verzeichnen hat, so bedarf es dauernder und eingehender 
Arbeit, um ihn zum Nutzen der Schiffahrt weiter auszubauen. Als ein wesent 
licher Faktor des Ausbaues ist die lebhafteste Mitarbeit der Kapitäne zu be 
zeichnen. 
Die Deutsche Seewarte möchte deshalb auch an dieser Stelle die dringende 
Bitte an die beteiligten Kapitäne und Reedereien richten, an der Vervollkomm 
nung dieser wichtigen Aufgabe sich tatkräftig zu beteiligen. 
u) Neue Referate in I. Die Schaffung eines selbständigen Seeflugreferats 
bei der Deutschen Seewarte unter Leitung eines Meteorologen machte die Mit 
wirkung der Abteilung I für die vorkommenden nautischen Fragen notwendig. 
Zu diesem Zweck wurde in dieser Abteilung ein Beamter beauftragt, in Fühlung 
mit dem Seeflug-Referat die nautischen Bedürfnisse zu bearbeiten und die 
nautischen Kenntnisse und Erfahrungen dem Seeluftverkehr zur Verfügung zu 
stellen. 
V. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung II/IV 
(Instrumente und Schiffslaternen; Erd- und Schiffsmagnetismus; Zeitdienst). 
Beschaffung und Prüfung von nautischen, meteorologischen und magnetischen 
Instrumenten. Prüfung von Schiffslaternen. Erd- und Schiffsmagnetismus in der 
Navigation. Kompaßregulierungen. Zeitdienst. Chronometer- und Uhrenprüfung. 
Nautische Astronomie und Anwendung der technischen Navigation. 
a) Prüfungen und Konipaßregulierungen. 
Die in den folgenden schematischen Aufstellungen (Ziff. 1—3) enthaltenen 
Angaben beziehen sich ausschließlich auf solche Schiffslaternen und Instrumente, 
die den Anforderungen der Prüfung genügt und einen Prüfungsschein erhalten 
haben. Nicht berücksichtigt ist die nicht unerhebliche Zahl von Prüfungsgegen 
ständen, die sich während der Prüfung als unzulänglich erwiesen haben. Die 
eingeklammerten Zahlen bezeichnen die entsprechenden Angaben für das Jahr 1926.
	        
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