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Volltext : Jahresbericht 1924

Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1924.

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Für  die  Abteilung  III  wurden  in  eine  Schreibmaschine  1  neuer  Typenhebel
eingesetzt  und  1  Kurvenlineal  angefertigt,  für  Abteilung  H  2  Strommesser  überholt ­
  und  12  Auslösestrops  für  Strommesser  hergestellt.  Für  die  Druckerei  wurden
ferner  mehrere  Winkeleisen  angefertigt  und  1  Maschine  montiert.

VII.  Bericht  über  die  Tätigkeit  der  Abteilung  III.
Pflege  der  Witterungskunde,  der  Küstenmeteorologie  und  der  Sturmwarnungen
in  Deutschland.
a.  Herausgegebene  Arbeiten.
Siehe  Abschnitt  XIII  a,  Nr.  X—XIII.
b.  Wettertelegraphie.
Der  Umfang  des  täglich  vorliegenden  Wetternachrichtenmaterials  hat  dadurch ­
  eine  wesentliche  Erweiterung  erfahren,  daß  Rußland  eine  große  Anzahl
russisch-sibirischer  wie  auch  einzelner  japanischer  Stationen  drahtlos  verbreitet.
Seit  1.  Oktober  werden  infolge  Verbesserung  des  Empfangsgerätes  die  amerikanischen ­
  Beobachtungen  von  2h  Vm.  direkt  von  Annapolis  aufgenommen  und
dem  deutschen  Wetterdienst  schon  7.50h  Vm.  durch  Königswusterhausen  übermittelt. ­
  Die  Sammeltelegramme  europäischer  Stationen,  Funkobs  Europa  mußten
zur  Erzielung  von  Ersparnissen  eine  Schlüsseländerung  erfahren.  Seit  dem
1.  September  wurden  von  15  deutschen  Dampfern  vom  Atlantischen  Ozean  drahtlos ­
  Wettermeldungen  über  die  Küstenfunkstelle  Norddeich  an  die  Seewarte
gegeben  und  dem  deutschen  Wetterdienst  zugänglich  gemacht.  Die  starken
Störungen,  die  die  Funkwetterberichte  von  Norddeich  auf  der  600  m-Welle  aufwiesen, ­
  veranlaßten  die  Seewarte,  die  Sendewelle  auf  1100  m  heraufzusetzen.  Da
auch  weitere  Klagen  über  geringe  Reichweite  einliefen,  rüstete  die  Seewarte
einen  Fischdampfer  mit  verschiedenem  Empfangsgerät  aus  und  ließ  auf  einer
Fangreise  nach  Island  im  November  von  einem  der  Funktelegraphisten  Reichweitenversuche ­
  anstellen.  Hierbei  wurden  auch  wichtige  Anhaltspunkte  hinsichtlich ­
  der  Ausrüstung  kleinerer  Schiffe  mit  drahtlosem  Empfangsgerät  festgestellt. ­

c.  F-T-Station.
Den  Fortschritten  der  Funktelegraphie  folgend,  ist  die  Station  mit  einem
Sekundär-Audion-Empfangsgerät  Type  E  266  ausgerüstet  worden.  Außer  der
Aufnahme  der  Wellenbereiche  bis  24  000  m  gestattet  das  Gerät  mit  großer  Betriebssicherheit ­
  den  Empfang  auf  große  Entfernung.  Der  Kontrollempfang  für
die  Ferntastung  des  Königswusterhausener  Senders  ist  weiter  vervollkommnet
worden.
d.  Täglicher  Wetterbericht.
Irgendwelche  Änderungen  wurden  in  dem  Täglichen  Wetterbericht  der  Seewarte
  im  laufenden  Jahre  nicht  vorgenommen.  Die  tägliche  Auflage  schwankte
zwischen  320  und  350  Exemplaren.  Wie  früher  wurde  auch  in  den  Wintermonaten ­
  eine  Beilage  über  Eisverhältnisse  an  der  deutschen  Küste  sowie  von
Dänemark,  Schweden  und  Finnland  beigefügt.
e.  Der  Wetterdienst.
Der  Wetterdienst  der  Seewarte  wurde  auch  in  diesem  Jahre  Tag  und  Nacht
ununterbrochen  durchgeführt.  Durch  gleichzeitigen  Ausfall  mehrerer  Meteorologen ­
  infolge  Beurlaubung,  Überseereisen,  Flugberatung  in  Fuhlsbüttel  und
Hannover  erforderte  der  Wetterdienst  zeitweise  eine  recht  erhebliche  Inanspruchnahme ­
  der  Mitglieder  der  Abteilung  III.  Um  bei  dem  in  gleichmäßiger  Ablösung
der  Meteorologen  durchgeführten  Wetterdienst  die  Homogenität  der  Wetterbeurteilung ­
  zu  wahren,  wurde  mittags  regelmäßig  eine  Prognosenbesprechung
            
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