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Full text : Jahresbericht 1923

Jahresbericht  der  Deutschen  Seewarte  für  1923.

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mittlere  Werte  des  Gezeitenstroms  nach  Richtung  und  Geschwindigkeit  in  Tabellenform ­
  nebst  12  Stromkarten  und  einer  Weiserkarte  veröffentlicht.  Die  Angaben
wurden  aus  dem  Material  des  Gezeitenatlas  bereitgestellt.
Die  Bearbeitung  der  auf  Veranlassung  der  Deutschen  Seewarte  auf  neun
deutschen  Feuerschiffen  in  der  Deutschen  Bucht  gewonnenen  Strombeobachtungen
ist  zur  Kontrolle  der  bisherigen  Ergebnisse  weiter  fortgeführt  worden.  Eine
Untersuchung  über  den  Einfluß  des  Windes  auf  die  Stromvorgänge  ist  in  Angriff ­
  genommen.
h.  Feinmechaniker.
Die  Hauptzeit  galt  der  Aufarbeitung  der  Gezeitenrechenmaschine.  Das
Schreibwerk  ist  vollständig  gesäubert  und  gelackt,  ebenso  der  größte  Teil  der
Vorderseite  und  ein  Teil  der  Rückseite  der  Maschine.
Störungen  im  Betrieb  des  Tischpegels  machten  größere  Arbeiten  erforderlich: ­
  Neuwicklung  des  Ankers  vom  Pegelmotor,  Umbau  des  Wendekollektors,
Ersatz  eines  Schneckenrades,  Anfertigung  eines  Tintenschreibwerkes,  Schalttafeländerung. ­

Ferner  wurden  zwei  Peilscheiben  angefertigt,  eine  größere  Anzahl  von
Akkumulatoren  gelötet,  abgebrochene  Teile  an  der  Druckpresse  erneuert  u.  a.  m.

VII.  Bericht  über  die  Tätigkeit  der  Abteilung  III.
Pflege  der  Witterungskunde,  der  Küstenmeteorologie  und  Sturmwarnungen
in  Deutschland.
a.  Herausgegebene  Arbeiten.
Siehe  Abschnitt  XIII  a,  Nr.  VI—X.
b.  Wettertelegraphie.
Das  Wetternachrichtenwesen  ist  im  Berichtsjahre  noch  mehr  auf  die  drahtlose ­
  Vermittlung  umgestellt  worden.  Sein  Umfang  hat  dadurch  eine  wesentliche
Erweiterung  erfahren,  daß  die  Balkanländer,  Rumänien,  Griechenland,  ferner
Lettland  und  Rußland,  wie  auch  die  nordafrikanischen  Länder  von  Marokko
bis  Ägypten  und  Palästina  ein  umfangreiches  und  ziemlich  dichtes  Stationsnetz
in  die  drahtlose  Übermittlung  einbezogen  haben.  Der  von  der  internationalen
Kommission  für  Wetter  télégraphié,  London,  September  1921,  vorgeschlagene  neue
Wetterschlüssel,  der  von  einem  großen  Teil  der  europäischen  Länder  bereits
angenommen  war,  ist  ab  1.  August  auch  für  die  deutschen  Beobachtungstelegramme ­
  und  in  einer  angepaßten  Form  auch  für  die  von  der  Seewarte  über
Königswusterhausen  ferngetasteten  Funkobse  (europäische  Sammeltelegramme)
eingeführt  worden.
Der  Funkverkehr  für  den  Flugberatungsdienst  hat  eine  wesentliche  Erweiterung ­
  gegen  das  Vorjahr  gebracht  und  hat  gut  gearbeitet.
Durch  Indienststellung  eines  stärkeren  Senders  auf  der  Küstenfunkstelle
Norddeich  konnten  die  Reichweiten  der  drahtlos  telegraphisch,  wie  drahtlos
telephonisch  abgegebenen  Wetterberichte  erheblich  vergrößert  werden.
c.  Täglicher  Wetterbericht.
Infolge  der.  durch  die  Geldentwertung  hervorgerufenen  außerordentlich
hohen  Papierpreise  mußte  am  1.  August  der  Einlagebogen  im  Täglichen  Wetterbericht ­
  fortfallen.  Um  dennoch  möglichst  viel  zu  bringen  und  den  bisherigen
Charakter  des  Berichtes  zu  wahren,  wurde  eine  Auswahl  von  in-  und  ausländischen ­
  Stationen  getroffen,  welche  die  wichtigsten  Nachrichten  enthält.  Die
Veröffentlichung  der  Aufstiegmeldungen  wurde  beibehalten.  Auf  den  beiden
Innenseiten  wurden  mehrere  Änderungen  in  der  Anordnung  der  Karten  vorge ­
            
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