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fullscreen: Jahresbericht 1921

Jahresbericht der Deutschen Scewartc für 1921. 
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B. Sonderberichte. 
V. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung I. 
Maritime Meteorologie, Hydrographie, Küstenkunde und Nachrichtendienst. 
Im Jahre 1921 sind Beobachtungen auf dem Gebiete der maritimen Meteorologie sowie 
die Berichterstattung über Häfen und Küsten etwas vermehrt als im Vorjahre bei der D. S. 
eingegangen, obgleich der Stand von früher noch längst nicht wieder erreicht ist. 
Vom Verkehrssteuerbüro, Reichsministerium, von den Seeämtern, Zollbehörden, Ge 
richten, Reedereien und sonstigen Schiffahrtsinteressenten liefen wieder eine große Anzahl 
Anfragen bzgl. Entfernungen auf Seewege, Seereisen, Wind- und Wetterverhältnisse 
auf See und an den Küsten, Gezeiten, Strom- und Eisverhältnisse ein, welche an Hand des 
zur Verfügung stehenden Materials beantwortet wurden. In mehreren Fällen wurde 
Kapitänen von Segelschiffen zur Ausführung von langen Reisen die erwünschte Aufklärung 
über die einzuschlagenden Wege erteilt. 
Der Außendienst, Verkehr mit den Schiffen im Hamburger Hafen wurde von Abteilung I 
übernommen, um mit der Handelsschiffahrt direkt mehr in Fühlung zu gelangen, wobei sich 
das Fehlen eines eigenen Motorbootes leider sehr empfindlich bemerkbar machte. 
Es wurden 179 Schiffe besucht, 82 meteorologische Tagebücher, 154 Fragebogen, 
107 Monatskarten für den Atlantischen Ozean und 4 Monatskarten für den Indischen Ozean 
ausgegeben. An Instrumenten wurden 12 Barometer und 41 Thermometer an Bord durch 
den Außendienst gebracht. 
Nach Abgang des Vorstandes von Abteilung 1, Kapitän Zander, welcher am 15. März 
als Leiter der Agentur des Norddeutschen Lloyd nach Bremerhaven berufen wurde, ist am 1. Juni 
Kapitän Raegener getreten. 
/ 
Von Mitbearbeitern zur See wurde im Laufe des Jahres folgendes Material eingesandt: 
54 vollständige meteorologische Tagebücher von Dampfern, 
27 ,, „ ,, ,, Segelschiffen 
und 13 kleine Wetterbücher, 
ferner 11 Kapitänsfragebogen 
und 3 Berichte mit 2 Anlagen von Kapitänen und Offizieren. 
Seekarten und Bücher. 
Die sehr erheblichen Veränderungen in der Betonnung und Befeuerung in vielen Häfen 
nach dem Kriege machten sehr zahlreiche Verbesserungen in den Seekarten nötig. Auf 
Grund der Nachrichten für Seefahrer wurden im Jahre 1921 3924 Berichtigungen in den 
Seekarten ausgeführt. 
Bearbeitungen und Veröffentlichungen, 
a) Im Jahre 1921 wurden die früher von Abteilung H geleiteten Arbeiten für den Atlas 
„Stromversetzungen im Atlantischen Ozean“ von Abteilung I übernommen. Ende des 
Jahres war ungefähr die Hälfte der aus den meteorologischen Tagebüchern heraus 
genommenen Einzelbeobachtungen beendet; die als nötig erachtete Anzahl Beobachtungen 
für Veröffentlichung des Atlas beträgt ungefähr 180000,
	        
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