A. Allgemeiner Teil.
I. Zur Geschichte der Deutschen Seewarte.
a. Vorwort.
Dieser Jahresbericht umfaßt die Jahre 1919 und 1920.
Am 1. Oktober 1919 wurde die Deutsche Seewarte von der Marineleitung abgetrennt und
dem Reichsverkehrsministerium unterstellt.
b. Teilnahme der Deutschen Seewarte an Tagungen und Sitzungen,
die für ihre Tätigkeit von besonderer Bedeutung waren.
Vertreten war die Deutsche Seewarte
im Jahre 1919:
1. durch den Abteilungsvorstand Professor Dr. Koppen an der Kommissionssitzung der
deutschen meteorologischen Gesellschaft in Berlin;
2. durch den Abteilungsvorstand Professor Dr. Schott an der Sitzung der deutschen wissen
schaftlichen Kommission für Meeresforschung zu Berlin;
3. durch die Abteilungsvorstände Professor Dr. A. Wegener und Professor Dr. K. Wegener
bei der Gründung des Reichsausschusses für Meteorologie und Beratung über den Reichs
wetterdienst;
4. durch den Abteilungsvorstand Professor Dr. K. Wegener bei einer Sitzung im Reichs
marineamt und im Postministerium wegen Umstellung des Wetterdienstes auf Funken
telegraphie;
5. durch den Abteilungsvorstand Kapitän H. Meyer bei der Tagung des nautischen Vereins,
des Ausschusses für Motorsegler und des Ausschusses seemännischer Berufsvereine;'
‘ im Jahre 1920:
1. durch den Präsidenten Geh. Oberregierungsrat Capelle a) bei dem internationalen
meteorologischen Kongreß in Venedig, b) auf dem Seeschiffahrtstag in Begleitung von
Professor Dr. Schott, Kapitän Meyer und Kapitän Zander, c) bei der Tagung des Kura
toriums der Drachenwarte Friedrichshafen. Der Präsident nahm ferner an mehreren
Sitzungen in den verschiedenen Ministerien teil anläßlich der Abzweigung der Deutschen
Seewarte von dem Reichsmarineamt an das Reichsverkehrsministerium sowie anläßlich
der Umorganisation des Wetterdienstes;
2. durch den Abteilungsvorstand Professor Dr. Schott im Januar, Februar, Mai und Dezember
an den Sitzungen der deutschen wissenschaftlichen Kommission für Meeresforschung
in Berlin;
3. durch den Abteilungsvorstand Professor Dr. A. Wegener bei den meteorologischen Be
ratungen in Bergen;
4. durch den Abteilungsvorstand Dr. Brennecke bei der Tagung des Arbeitsausschusses des
deutschen Geographentages in Gotha;