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Full text: Jahresbericht 1914-1918

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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1914—1918. 
Die telegraphische Zeitübertragung an die Haupt-Agentur der Deutschen 
Seewarte in Stettin fand in der üblichen Weise statt. Die telephonische Zeit 
übertragung an die Biologische Anstalt auf Helgoland wurde im August 1914 
unterbrochen. 
f. Wissenschaftliche Arbeiten und Chronik. 
Der Unterrichtskursus für Offiziere wurde bis Anfang August 1914 abgehalten. 
Im gleichen Jahre wurden mehrere längere Beobachtungsreihen der Ver 
messungsschiffe „Möwe“ und „Planet“ durch den Abteihmgsvorstand durchge 
sehen und zum Teil neu berechnet. 
Auf Grund einer besonderen Vereinbarung mit dem derzeitigen Vorstand 
der Abteilung II Professor Stück wurde von Mai 1914 bis Juli 1915 eine längere 
Versuchsreihe an sechs Chronometern durchgeführt, um den Einfluß des Erd 
magnetismus auf den Gang der Chronometer in horizontaler und in geneigter 
Lage festzustellen. Zu dem Zweck wurden die Stellungen der Chronometer in 
acht um je 45° von einander verschiedenen Azimuten bei horizontaler Lage bzw. 
bei Neigungen von 10° und 20“ mit einander vereinigt. Über den Schutz von 
Chronometern vor starken magnetischen Feldern durch eiserne Gehäuse hat 
Dr. Moeller eine Untersuchung angestellt *). 
Am Schluß der Wettbewerb-Prüfungen fand die übliche Besichtigung der 
Chronometer durch die an der Prüfung beteiligten Fabrikanten Fr. Lidecke, 
Geestemünde, W. Meier, Hamburg und C. Wiegand, Peine statt. An dieser 
Besichtigung haben regelmäßig die Chronometermacher W. Bröcking, Hamburg 
und E. Sackmann, Altona teilgenommen. 
Weiter trat zu Beginn der Wettbewerb-Prüfungen ein Sachverständigen- 
Ausschuß zusammen. Als Sachverständige waren hierbei regelmäßig tätig der 
Chronometermacher E. Sackmann und der Hofuhrmacher Q. Schlesicky. Außer 
dem beteiligten sich als Sachverständige bei der 38. und 40. Prüfung 
der verdienstvolle Leiter der Uhrmacherschule in Glashütte i. Sa. Professor 
L. Straßer (verstorben 1917), bei der 38., 39., 4L und 42. der Leiter der 
Chronometer-Werke W. Meier, sowie seit der 38. Prüfung, zunächst in Ver 
tretung des damals bereits erkrankten Direktors der Glashütter Uhrmacher 
schule, sodann regelmäßig der Chronometermacher C. Wiegand. An der 
42 Prüfung nahm außerdem der Uhrmacher Georg F. Bley aus Schramberg 
als Sachverständiger teil. Bei der Besprechung, die sich an die Besichtigung 
der Chronometer der 42. Wettbewerb-Prüfung anschloß, war auch noch der 
beeidigte Bücherrevisor Q. Bergmann als Sachverständiger in kaufmännischen 
Fragen zugegen. Ferner nahmen im Aufträge des Reichsmarine-Amtes an den 
Besichtigungen teil der damalige Vorstand des Observatoriums in Wilhelmshaven, 
spätere vertragende Rat im Reichsmarine-Amt und jetzige Direktor der Deutschen 
Seewarte Wirklicher Admiralitätsrat Capelle und der Vorstand des Chronometer- 
Observatoriums in Kiel Korvetten-Kapitän a. D. Rottok. Im gleichen Aufträge 
wirkten mit an der 39. Prüfung der ständige Mitarbeiter Dr. Hessen als Vertreter 
des Wilhelmshavener Observatoriums, sowie an der 40.—4L als stellvertretender 
Vorstand und an der 42. Chronometer-Besichtigung als ernannter Vorstand dieses 
Observatoriums Professor Stück. Endlich waren beteiligt der Chronometer 
•) siehe Annalen der Hydrographie usw. Jahrgang 1918, Seite 57.
	        
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